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Volle Stromversorgung für Gaza

JERUSALEM / GAZA, 09.01.2018 (FJ) – Israel beliefert den Gazastreifen wieder mit mehr Strom. Damit folgt man einer Bitte der Palästinensischen Autonomiebehörde. Zuvor hatte der palästinensische Präsident Mahmud Abbas Israel gebeten, den Stromfluss einzudämmen. Dies geschah im Juni 2017. Ziel war es, Druck auf die im Gazastreifen regierende Hamas ausüben. Nach Monaten der Einschränkung fließt nun wieder der volle Anteil der Stromversorgung in den Gazastreifen.

Zehn Stromleitungen in Betrieb

Im Gazastreifen gibt es zehn israelische Stromleitungen, die bis zu 120 Megawatt liefern können. Diese sollen ab sofort wieder voll in Betrieb genommen werden. Während der Reduktion durch Abbas waren es nur 70 Megawatt, die den Bewohnern des Gazastreifens zur Verfügung standen. Daraus ergaben sich zwei bis vier Stunden Strom pro Tag. Nun werden Gaza wieder sechs bis acht Stunden Strom am Tag zur Verfügung stehen. Die Stromkosten für den Gazastreifen betragen umgerechnet circa zehn Millionen Euro pro Monat. Gegenüber der israelischen Regierung versicherte die palästinensische Autonomiebehörde, diese Kosten ab sofort wieder in voller Höhe zu zahlen.
Die Maßnahme erfolgt inmitten eines palästinensischen Versöhnungsprozesses zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas, die den Küstenstreifen seit zehn Jahren regiert, und war eine der wichtigsten Forderungen der Hamas. Israel führt mit der islamistischen Organisation keine direkten Gespräche. Die Hamas strebt die Vernichtung Israels an.

Foto: Symbolbild
Quelle: Wikimedia Commons