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Hamas „entschädigt“ Familien der Todesopfer

von Tommy Mueller

GAZA, 05.04.2018 – Die radikalislamische Terrorgruppe Hamas investiert hohe Summen, um die Massenproteste von Palästinensern an der Grenze zum Gazastreifen aufrecht zu erhalten. Nach Schätzungen der israelischen Armee hat die Hamas bereits rund zehn Millionen Dollar aufgewandt, um Zehntausende von Demonstranten an die Grenze zu schaffen, sie in Zeltstädten unterzubringen und mit Trinkwasser zu versorgen. Heute gaben die Islamisten bekannt, dass sie die Opfer der jüngsten Proteste „entschädigen“ werden. Familien, die ein Todesopfer zu beklagen haben, erhalten demnach 3000 Dollar. Verletzte bekommen – abhängig von der Schwere ihrer Verletzungen – 200 bis 500 Dollar.

Internationale Beobachter berichten von starken Luft- und Wasserverschmutzungen im Gazastreifen, von einer hohen Arbeitslosigkeit und zunehmender Verarmung der Bevölkerung, wofür Israel verantwortlich sei. Die Regierung in Jerusalem entgegnete, solange die Hamas-Regierung ihr Geld für Terroraktivitäten ausgebe, könne Israel nicht helfen.

Die israelische Armee wirft der Hamas vor, unter dem Deckmantel der jüngsten Protestaktionen Terroranschläge verüben zu wollen. Die Hamas hat die Vernichtung des „zionistischen Gebildes“ zu ihrem Ziel erklärt. Die israelische Armee (IDF) unterstrich, sie werde jeden Versuch, den Grenzzaun zu beschädigen oder zu durchbrechen, verhindern. Wer in die Nähe des Grenzzauns komme, begebe sich in Lebensgefahr. Der jüdische Staat habe das Recht, seine Grenzen zu verteidigen.

Gebiet 2005 komplett geräumt

Israel hatte den Gazastreifen 2005 komplett geräumt. 21 jüdische Siedlungen wurden zwangsevakuiert, 8000 jüdische Siedler mussten ihre Häuser verlassen. Die internationale Gemeinschaft begrüßte den Rückzug der Israelis, doch die Palästinenser bauten im Gazastreifen kein florierendes Gemeinwesen auf. Stattdessen bedrohen Extremisten seither die nahe gelegenen israelischen Gemeinden, schießen Raketen ab, graben Terrortunnel und drohen mit Entführungen und Mordanschlägen.

In der vergangenen Woche waren bei gewalttätigen Protesten 17 Palästinenser getötet worden. Mindestens zehn von ihnen seien Angehörige von Terrorgruppen gewesen, gaben die israelischen Streitkräfte bekannt. Israel wurde international wegen des Einsatzes von scharfer Munition heftig kritisiert. Doch was wäre geschehen, wenn Tausende radikalisierte Palästinenser in den Süden Israels geströmt wären? Die Hamas fordert ein „Rückkehrrecht“ für alle Palästinenser und deren Nachfahren, die 1948 vertrieben wurden oder geflüchtet seien.

Organisation fordert Befehlsverweigerung

Dessen ungeachtet hat die linksextreme israelische Organisation B‘Tselem israelische Soldaten dazu aufgefordert, den Befehl zu verweigern und ihre Waffen nicht gegen unbewaffnete Demonstranten einzusetzen. Schüsse auf die Protestierenden seien illegal. Verteidigungsminister Avigdor Lieberman bezeichnete B‘Tselem als „fünfte Kolonne“, die vom Ausland bezahlt werde, um Israel zu schaden. Er lasse rechtliche Schritte gegen die „aufrührerische Kampagne“ prüfen. B‘Tselem ist eine der Organisationen, die der frühere deutsche Außenminister Gabriel (SPD) bei seinem letzten Israelbesuch unbedingt hatte treffen wollen. Regierungschef Netanjahu hatte daraufhin ein Treffen mit Gabriel platzen lassen.

Spiegel und Laserpointer

Am Freitag wird mit neuen Auseinandersetzungen an der Gazagrenze gerechnet. Die Hamas hat mehr als 10.000 Reifen ins Grenzgebiet schaffen lassen, die dort angezündet werden sollen (FJ berichtete). Nach Medienberichten wurden palästinensische Frauen aufgerufen, mit Spiegeln und Laserpointern an die Grenze zu kommen, um israelische Soldaten und Scharfschützen zu blenden.

Bild: Palästinenser errichten im Gazastreifen, nahe der Grenze zu Israel, Sandwälle. Sie sollen Schutz vor Schüssen israelischer Soldaten bieten. Foto: Abed Rahim Khatib / Flash90

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