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Syrien wirft Israel Luftangriffe in Homs vor

HOMS / JERUSALEM, 09.07.2018 (FJ) – Syrien beschuldigt Israel, eine Militärbasis in Homs angegriffen zu haben. Ziel sei die T4-Basis nahe Palmyra gewesen. Dort sind iranische Revolutionsgarden und libanesische Hisbollah-Kämpfer stationiert.
Laut Medienberichten soll die syrische Armee mehrere israelische Raketen abgeschossen haben. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldet, die Raketen hätten den syrischen Militärflugplatz T4 erreichen sollen, seien aber zuvor abgefangen worden. Die anderen Kampfflugzeuge hätten daraufhin den syrischen Luftraum verlassen. Ein israelischer Armeesprecher wollte die Berichte nicht kommentieren, denn in der Regel erläutert das israelische Militär seine Einsätze im Ausland nicht.

Unklar, ob Opfer zu beklagen sind
Syriens staatlicher Fernsehsender veröffentlichte ein Video eines Blitzes am dunklen Nachthimmel und erklärte, dass es die Luftabwehr als Reaktion auf das Bombardement zeige. Syrischen Berichten zufolge schoss Syrien in Russland hergestellte S-200 Flugabwehrraketen ab. Die syrischen Staatsmedien haben keine Opfer gemeldet, aber laut syrischen Oppositionskräften seien neun Todesopfer zu beklagen.

Israel warnt vor zunehmender iranischer Militärpräsenz
Die israelische Armee hat in Syrien in der Vergangenheit mehrfach iranische Ziele oder Ziele von mit dem Iran verbündeten Gruppen wie der Hisbollah attackiert. Israel warnt vor einer zunehmenden iranischen Militärpräsenz im Nachbarland Syrien und sieht diese als Bedrohung für die eigene Sicherheit an. Im April hatte Jerusalem Meldungen der „New York Times“ bestätigt, wonach Israel die Luftwaffenbasis T4 angegriffen habe. Beim damaligen Angriff sind sieben iranische Mitglieder der Revolutionsgarde ums Leben gekommen. Vor zwei Wochen beschossen israelische Raketen ein Ziel unweit des internationalen Flughafens von Damaskus. Bei dem Ziel soll es sich um ein der Hizbollahmiliz gehörendes Waffenlager gehandelt haben.

Das Foto zeigt ein Luftbild der israelischen Armee (IDF) vom Angriff am 9. April 2018.

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