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Familienvater Yotam Ovadia (31) bei Terrorattacke getötet – Bericht mit Video

ADAM, 27.07.2018 (FJ) – Bei dem Ermordeten handelt es sich um den 31-jährigen Yotam Ovadia. Er hinterlässt seine Ehefrau und zwei Söhne im Alter von zwei Jahren und sieben Monaten. Ärzte des Hadassah Medical Centers in Jerusalem hatten zuvor stundenlang um sein Leben gekämpft. Schließlich erlag er seinen vielen und tiefen Stichverletzungen im Oberkörper. Am heutigen Freitag soll er auf dem Givat Shaul Friedhof in Jerusalem beigesetzt werden. Premierminister Benjamin Netanjahu sprach der Familie von Yotam Ovadia im Namen des israelischen Volkes sein Beileid aus.
Weitere Opfer: Zustand stabil
Den Zustand des 58-jährigen Mannes, der bei dem Messerangriff ebenfalls Stichwunden im Oberkörper erlitten hatte, beschreiben die Ärzte inzwischen als stabil. Das dritte Opfer, der 41-jährige Assaf Raviv, konnte am Freitagmorgen das Krankenhaus bereits wieder verlassen. Der 17-jährige Terrorist aus Kobar hatte ihn mit einem Messer an der Schulter verletzt, bevor er von Raviv erschossen wurde.
„Entweder er oder ich“
„Ich erkannte in dem Moment: es trifft entweder ihn oder mich“ erinnert sich Raviv an den Angriff. „Ich war gerade dabei, das Fahrrad im Auto zu verstauen. Ich habe immer eine Waffe in meiner Tasche“, erzählt er. „Ich hörte das Geschrei, also ging ich näher, um zu sehen, was das für ein Aufruhr war. Plötzlich rannte der Terrorist auf mich zu und ich fragte ihn, was los sei. Er sah mich zwei Sekunden lang an, zog ein Messer aus seiner Gesäßtasche und stach mir dann in die Schulter“, erinnert sich Raviv. „Ich bin ihm entkommen, weil meine Waffe in meiner Tasche war. Ich holte sie heraus, drehte mich um und er stand mir gegenüber. Er erkannte, dass er keine Chance hatte. Ich habe ihn einmal angeschossen, aber er ging weiter in meine Richtung. Ich schoss noch zweimal auf ihn. Dann ist er hingefallen“, beschreibt Raviv.
„Kampf um unser Zuhause geht weiter“
Laut Avi Roeh, Leiter des Regionalrates von Mateh Binyamin, führe der Terroranschlag die Herausforderungen vor Augen, denen die Gemeinde Adam ausgesetzt sei. „Es war in letzter Zeit relativ ruhig, aber das hier ist eine weitere Erinnerung, dass der Kampf um unser Zuhause weitergeht. Das hier ist eine große und etablierte Gemeinde in unmittelbarer Nähe von Jerusalem. Es ist keine kleine Gemeinde weit weg“, verkündete er. „Wir werden so weitermachen wie bisher – wir werden die Siedlung bauen, entwickeln und fördern“, ließ er verlauten. „Der Regionalrat wird der Gemeinde und den betroffenen Familien mit allem, was benötigt wird, helfen. Wir werden den Bewohnern von Adam in dieser schwierigen Stunde beistehen“, versprach Roeh.

Bild: Terroropfer Yotam Ovadia mit Ehefrau und Söhnen. Quelle: privat.

Video: IDF-Soldaten durchkämmen in der Nacht die Gegend um Adam auf der Suche nach eventuellen Mittätern. Quelle: IDF.

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