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Neuer Fall von Cyberkriminalität: Hamas ködert israelische Soldaten auf Instagram

JERUSALEM, 15.08.2018 (FJ) – Die Terrororganisation Hamas hat versucht, israelische Soldaten auf dem sozialen Netzwerk Instagram auszuspionieren. Das gab das israelische Militär am Mittwoch bekannt. Mit gefälschten Profilen von attraktiven jungen Frauen versendeten die Terroristen virtuelle „Freundschaftsanfragen“ an israelische Soldaten. Auf diese Weise wollten sie die Streitkräfte dazu bringen, Spionage-Software auf ihre Smartphones runter zu laden, die der Terrorgruppe Kontrolle über ihre Kameras, Audiorekorder und Standortdaten gegeben hätte. Erst vergangenen Monat hatte die Hamas über Facebook ähnliche Angriffe auf Soldaten gestartet. Anwendungssoftware für Online-Dating und die Fußball-Weltmeisterschaft stellte sich als Spionage-Software heraus. „Wir können definitiv sagen, dass die Hamas bei ihrer Mission versagt hat und es ihr nicht gelungen ist, geheime Informationen zu erhalten“, beteuerte ein hochrangiger Beamter des Militärgeheimdienstes, der anonym bleiben möchte. „Es wurde kein Schaden angerichtet, da wir die Angriffe rechtzeitig stoppen konnten“.
Hamas fälscht Raketenalarm-App
Erst vergangene Woche war eine zivile Cybersicherheitsfirma auf eine Anwendungssoftware der Hamas aufmerksam geworden. Mit einer gefälschten App, die angeblich vor Raketenangriffen warnen sollte, hatte die Hamas israelische Zivilisten geködert. Mit Hilfe der App hätten die Terroristen die Kontrolle über das Smartphone des Benutzers gehabt. Die Terroristen hätten Fotos machen, Anrufe tätigen oder Standortdaten übertragen können. Laut der Sicherheitsfirma wurde die App aber in einem frühen Stadium entdeckt und konnte nur wenige Smartphones „infizieren“.

Bild: Mit Plakaten wie diesem klärt die Armee ihre Streiträfte über Gefahren in sozialen Medien auf. Quelle: IDF.

Bild: Mit Plakaten wie diesem klärt die Armee ihre Streiträfte über Gefahren in sozialen Medien auf. Quelle: IDF.

Kampagne „Gebrochenes Herz“
Im Januar 2017 hatten israelische Soldaten geheime Informationen an Hamas-Terroristen weitergegeben, die sich auf Facebook als junge israelische Frauen ausgegeben hatten. Seitdem die Armee herausgefunden hat, dass die Terrorgruppe falsche Online-Identitäten verwendet um Soldaten zu kontaktieren, arbeitet sie aktiv daran, diese Profile zu finden und zu entlarven. Bei der Bekämpfung von Cyberkriminalität setzt die Armee vor allem auf eine umfassende Aufklärung der Streitkräfte. Mit diversen Informationskampagnen will sie die Gefahren im Umgang mit sozialen Netzwerken ans Licht bringen. Die jüngste Kampagne trägt den Titel „Gebrochenes Herz“. „Soldaten sollten sich im Umgang mit virtuellen Kontakten eine Reihe von Fragen stellen: Warum hat mich die Person kontaktiert? Warum hat jemand, der romantische oder freundschaftliche Gefühle mir gegenüber zu haben scheint, Fragen über das Militär oder möchte, dass ich eine App herunterlade? Und vor allem, warum sollte ich einem Fremden die Erlaubnis geben, etwas zu installieren?“, warnte der Militärbeamte.

Titelbild: Ein Soldat kommuniziert über sein Smartphone. Symbolbild. Quelle: IDF.

 

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