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Nach Raketenbeschuss aus Gaza: IDF greift Hamas-Stützpunkte an

GAZA, 01.11.2019 (DK) – Terroristen aus dem Gazastreifen haben am Donnerstagabend eine Rakete auf Südisrael abgefeuert, welche dort auf freiem Feld landete. Es wurden weder Verletzte gemeldet, noch Schäden verursacht. Zum Schutz der Bewohner in den Gebieten um die Küsten-Enklave, aktivierte die israelische Armee (IDF) das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ und feuerte ein Abwehr-Projektil. Der Raketenalarm ertönte in den Gemeinden Alumim und Beeri zum ersten Mal seit mehreren ruhigen Monaten in der Grenzregion. Einwohner berichteten, eine laute Explosion kurz nach dem Aufheulen der Sirenen gehört zu haben. Sowohl der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, als auch der Armee-Chef Avi Kohavi warnten kürzlich vor einem drohenden Krieg an mehreren Fronten.

Panzer und Kampfjet greifen zwei Hamas-Stützpunkte an

Aufgrund des Angriffes hat das israelische Militär in der Nacht zum Freitag zwei Stützpunkte der, im Gazastreifen regierenden, Terrororganisation Hamas attackiert. Die Vergeltungsschläge waren sowohl von einer Panzereinheit als auch von der Luftwaffe ausgeführt worden. Die in Gaza ansässige Nachrichtenagentur „Shebab“ berichtete, Israel hätte angeblich auf einen Jeep von Aktivisten nahe Beit Lahia geschossen. Der Angriff aus Gaza könnte eine Antwort darauf sein, dass die israelische Streitkräfte am Dienstag eine Drohne, die in „unerlaubter Höhe“ über dem Gebiet flog, abgeschossen hatten.

Vergangenen Donnerstag waren vom israelischen Raketenabwehrsystem unnötigerweise zwei Projektile gefeuert worden, nachdem Raketen aus Gaza gesichtet wurden, die jedoch im Meer landeten. Jedes abgefeuerte Projektil kostet den israelischen Staat umgerechnet 90.000 Euro. Ein Fehlalarm wurde auch im Kibbuz Erez nördlich des Gazastreifens geschlagen. Dort ertönten die Sirenen am Sonntag obwohl keine unmittelbare Gefahr bestand. 

Netanjahu: „An jeder Ecke lauern Bedrohungen“

Ministerpräsident Netanjahu sagte am Donnerstag gegenüber einer Gruppe neuer IDF-Offiziere, die gesamte Region sei in Gefahr und sie müssten sich demnach auf die wachsenden Spannungen im Nahen Osten vorbereiten. „Die Region um uns herum ist turbulent und instabil. An jeder Ecke lauern Bedrohungen – in Syrien, im Libanon, im Gazastreifen, im Irak, im Jemen und direkt im Iran. Der Iran und seine Stellvertreter rüsten unermüdlich auf.” Er fügte hinzu: „Wir sind auf die Bedrohungen vorbereitet und zögern nicht, jedem, der versucht, uns Schaden zuzufügen, einen heftigen Schlag zu versetzen“.

Bild: Projektil des “Iron Dome” am 5 Mai 2019 abgefeuert. Quelle: Kobi Richter/TPS

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