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Israel reagiert auf Raketenangriffe aus Gaza

GAZA, 19.12.2019 (DK) – In der Nacht zum Donnerstag haben Terroristen aus dem Gazastreifen eine Rakete auf Israel abgefeuert. Kurz nach Mitternacht heulten die Sirenen in der südlichen Stadt Sderot und anderen Gemeinden nahe der Küsten-Enklave und sandten die Bewohner des Gebiets in die Luftschutzbunker. Nach Angaben der israelischen Armee (IDF) wurde nur ein einziges Projektil abgefeuert, welches vom Raketenabwehrsystem des jüdischen Staates abgefangen werden konnte. Es gibt keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden. 

Israel bombadiert Waffenfabrik der Hamas

Als Reaktion auf den Angriff bombadierte die israelische Luftwaffe eine Waffenfabrik der Terrororganisation Hamas im Norden des Gazastreifens. Da die Hamas die Küsten-Enklave regiert, tragen sie in den Augen der Israelis die Verantwortung für jeglichen Angriff. Eigentlich ist jedoch oftmals nicht klar, ob die Raketen von der Hamas oder der zweitmächtigsten Terrorganisation, dem Islamischen Dschihad, abgefeuert wurden. 

Der Raketenbeschuss ereignete sich in der Nacht, nachdem ein Flugzeug der IDF auf einen bewaffneten Palästinenser schoss, welcher sich dem Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel näherte. Das Militär gab in einer offiziellen Mitteilung bekannt, dass der Palästinenser von einem IDF-Beobachtungsposten gesichtet worden sei. Die Behörden im Gazastreifen äußerten sich nicht zum gesundheitlichen Zustand des getroffenen Palästinensers. Die IDF veröffentlichte zudem ein Video, dass jedoch kurz vor dem Angriff durch das Flugzeug endete. 

Bei Grenzprotesten kommt es zu gewaltsamen Ausschreitungen

Am Freitag protestierten mehrere tausend Palästinenser an der Grenze zum Gazastreifen. Dabei kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit dem israelischen Militär. Die große Beteiligung an den Protesten vergangene Woche ist auf die Jahresfeier der Hamas, welche 1987 gegründet wurde, zurückzuführen. Das von der Hamas geführte Gesundheitsministerium im Gazastreifen teilte mit, fünf Palästinenser seien bei den Zusammenstößen verletzt worden. Die Grenzdemonstrationen am Freitag waren Teil der wöchentlichen Freitagsproteste, welche auch „Marsch der Rückkehr“ genannt werden. Anfang diesen Monats wurden die Demonstrationen nach einer dreiwöchigen Pause wieder aufgenommen.

Bild: Rakete aus Gaza im November 2019. Quelle: Yonatan Sindel/Flash90

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