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12 Soldaten bei mutmaßlichem Terroranschlag in Jerusalem verletzt

JERUSALEM, 06.02.2020 (DK) – Bei einer mutmaßlichen Terrorattacke wurden in der Nacht zum Donnerstag 12 israelische Soldaten der Golani-Brigade verletzt. Der Vorfall ereignete sich um zwei Uhr morgens, nahe des Unterhaltungszentrums „First Station“ in Jerusalem. Ein Fahrer fuhr sein Auto mit großer Geschwindigkeit in eine Menge Soldaten auf dem Gehsteig der David-Remez-Straße und ergriff dann die Flucht. Die Polizei fahndet seit mehreren Stunden nach dem Täter, jedoch wurde bislang nur das Auto nahe Betlehem gefunden. 

Die Ärzte der Hilfsorganisation Magen David Adom sagten, einer der Verwundeten habe sich „in einem kritischen Zustand befunden“. Das Opfer sei bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert worden und hat ein schweres Trauma erlitten. Ein zweiter Soldat wurde schwer verletzt am Tatort gefunden. Der Rest der Gruppe wurde nur leicht verletzt, jedoch trotzdem zur Sicherheit für Tests in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. „Als wir am Tatort ankamen herrschte Chaos, drei Jugendliche lagen auf dem Bürgersteig und in der Nähe befanden sich neun weitere Verletzte“, sagte der Sanitäter Oz Faulk. Die Hilfsorganisation United Hatzalah brachte neben Sanitätern auch Psychologen mit an den Tatort, um den jungen Männern seelischen Beistand zu leisten. Die Tatsache, dass es sich bei den Opfern der mutmaßlichen Attacke um Soldaten handelte, wurde erst veröffentlicht, als das Militär die Familien der Verletzten benachrichtigen konnte. 

IDF-Sprecher: Verfolgung konnte nicht sofort aufgenommen werden

Der Sprecher der israelischen Armee, Hidai Zilberman, sagte, dass die Soldaten aufgrund des Schocks keine Möglichkeit hatten, direkt die Verfolgung des Fahrzeugs aufzunehmen. „Alles passierte innerhalb weniger Sekunden. Wir wissen, dass einige Soldaten versuchten, ihre Waffen zu laden und dem Auto nachzulaufen, aber es geschah zu schnell“, so Zilberman.

Palästinensischer Jugendlicher bei gewaltsamer Auseinandersetzung mit IDF erschossen

Der Vorfall ereignete sich nachdem ein palästinensischer Teenager von israelischen Sicherheitskräften am Mittwoch bei Zusammenstößen in Hebron erschossen wurde. Der 17-Jährige Mohammed al-Haddad hatte einen Molotov-Cocktail auf israelische Truppen geworfen. Palästinenser aus Hebron und anderen Städten in den Palästinensischen Autonomiegebieten protestieren derzeit gegen den von US-Präsident Donald Trump vorgelegten Friedensplan zur Lösung des Nahostkonflikts. Trump wurde eine Voreingenommenheit zugunsten Israels vorgeworfen. Aufgrund der gewaltsamen Auseinandersetzungen sind zusätzliche IDF-Truppen im sogenannten Westjordanland stationiert worden. 

Bild: Mutmaßliche Terrorattacke auf 12 israelische Soldaten in Jerusalem. Quelle: United Hatzalah

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