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Vereinte Nationen verabschieden sieben Resolutionen gegen Israel

NEW YORK / JERUSALEM, 06.11.2020 (TM) – Ein Ausschuss der Vereinten Nationen hat eine Resolution verabschiedet, die den Jerusalemer Tempelberg nur als Haram al-Sharif bezeichnet. Das ist der muslimische Name der umstrittenen heiligen Stätte. Diese Resolution war eine von sieben, die von der Generalversammlung befürwortet wurden und die sich gegen Israel richten. Mit dem gesamten Rest der Welt beschäftigte sich keine einzige Resolution, berichtet die Organisation „UN-Watch“.
Einer der Texte verurteilt Israel wegen „repressiver Maßnahmen“ gegen syrische Bürger in den Golanhöhen. Das Mandat eines UN-Sonderausschusses wurde erneuert, der „israelische Praktiken, die die Menschenrechte des palästinensischen Volkes und anderer Araber im besetzen palästinensischen Gebiet, einschließlich Ostjerusalem betreffen“, unter die Lupe nehmen soll. Die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen in allen Teilen der Welt interessierten das Gremium nicht, das auf den jüdischen Staat fixiert ist.

Erdan: Palästinenser-Hilfswerk ein Hauptproblem
Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, Gilad Erdan, brachte Argumente gegen die Anti-Israel-Resolutionen vor. Er nannte sie veraltet und unterstrich, sie würde nichts anderes bewirken, als den israelisch-palästinensischen Konflikt am Leben zu halten. Als ein Hauptproblem nannte Erdan die internationale Unterstützung für das „Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge“ (UNRWA). Diese Organisation habe keinerlei Interesse an einer Lösung des Konflikts. Vielmehr nutze UNRWA ihre Schulen, um Hass und Antisemitismus zu verbreiten, palästinensische Kinder zur Gewalt anzuregen, den Terrorismus zu fördern und das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen. Der israelische Botschafter kritisierte auch die Weigerung der Vereinten Nationen, die heiligste Stätte des Judentums als Tempelberg zu bezeichnen. Er erklärte, die alleinige Verwendung des islamischen Namens sei ein „Versuch, die Geschichte neu zu schreiben“ und die Jahrtausende alte jüdische Verbindung zu Jerusalem auszutilgen.
Alljährlich verabschiedet die Generalversammlung der Vereinten Nationen ein Paket von etwa 20 Anti-Israel-Resolutionen, einschließlich der Erneuerung des Mandats voreingenommener palästinensischer Komitees. Israel betrachtet dies als Teil der diplomatischen Anstrengung der Palästinenser, seine Legitimität zu untergraben.

„Wenn Jerusalem nicht jüdisch ist, dann kann Berlin auch nicht deutsch sein!“

Arye Sharuz Shalicar, Buchautor und ehemaliger israelischer Militärsprecher

Nur neun Gegenstimmen
Die Resolution zu Haram al-Sharif, dem Tempelberg, wurde von 138 Nationen befürwortet, darunter Deutschland und die Schweiz. Nur neun Länder, inklusive Israel, stimmten dagegen. Dies waren: Australien, Kanada, Guatemala, Ungarn, Marshallinseln, Mikronesien, Nauru und die Vereinigten Staaten. Enthaltungen kamen aus Serbien, Malawi, Österreich, Belarus, Kamerun, Kolumbien, Tschechei, Honduras, Kiribati, Sao Tome Principe, Slovakei, Solomon Inseln, Togo, Papua-Neuguinea, Uruguay und Vanuatu.
Enttäuschend für Israel: Bei seinen neuen Freunden in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Bahrain und dem Sudan gab es keine Änderung der bisherigen Abstimmungs-Praxis: Sie reihten sich wie in den Vorjahren bei den Israel-Kritikern ein.

Bild: Das Areal in der Jerusalemer Altstadt, auf dem einst der jüdische Tempel stand, ist heute unter muslimischer Verwaltung. Die bestreitet die historischen Verbindungen der Juden zu dem Gelände – und erhält Unterstützung durch die Vereinten Nationen. Foto: Sliman Khader / Flash 90

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