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Israel sendet humanitäre Hilfe nach Indien

JERUSALEM, 28.04.2021 (NH) – Israel wird sich an den internationalen Bemühungen beteiligen, die Ausbreitung der Covid-19 Pandemie in Indien einzudämmen. Dies teilte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Dienstag mit. „Eines der Länder, in denen sich die Pandemie auf so grausame Weise ausbreitet, ist unser Freund“, erklärte Netanjahu in der gestrigen Kabinettssitzung. „Israel wird ein voller Partner sein, im Kampf diese Tragödie zu beenden.“ Netanjahu sprach dem indischen Premierminister Narendra Modi und dem indischen Volk sein Beileid aus. „Während wir glücklich sind, müssen wir erkennen, dass große Teile der immer noch Welt sehr leiden. Wir sind bereit, auf jede erdenkliche Art und Weise zu helfen.“.

Das ohnehin schlecht ausgestattete Gesundheitssystem Indiens steht angesichts der rapide ansteigenden Infektionszahlen vor dem Zusammenbruch. In den vergangenen Wochen sind seine Morbiditätszahlen in die Höhe geschnellt. Am Dienstag gab es in Indien den sechsten Tag in Folge mehr als 300.000 neue Coronavirus-Fälle mit einer Gesamtlast von 17,64 Millionen. Die Zahl der Todesopfer durch COVID-19 in Indien betrug zuletzt 197.894.

Indien und Israel pflegen seit 25 Jahren diplomatische Beziehungen. In der Vergangenheit war die Verbindung jedoch immer ein Balanceakt angesichts der beträchtlichen muslimischen Bevölkerung Indiens und der Abhängigkeit des Landes von Ölimporten aus arabischen Ländern und dem Iran. Eine neue Ära begann zwischen den beiden Ländern im Jahr 2018, nachdem wichtige Abkommen in den Bereichen Verteidigung, Landwirtschaft und Luftfahrt von beiden Parteien unterzeichnet wurden.

Team israelischer Ärzte kämpft bereits in Uruguay

Auch die Behörden von Uruguay wandten sich bereits mit der Bitte um humanitäre Hilfe an Israel. Das „Zentrum für Katastrophenmedizin und humanitäre Hilfe“ im Sheba Krankenhaus verschiffte umgehend medizinische Ausrüstung wie EKG-Maschinen und Beatmungsgeräte nach Südamerika und begann mit der Aufstellung eines speziellen Teams, welches Uruguay aus dem Covid-Albtraum retten soll. Das südamerikanische Land hat den Virus im letzten Jahr im Gegensatz zu manch anderem Staat, kaum gespürt. Doch jetzt mutierte die Region zu einem berüchtigten Hotspot mit der weltweit zweithöchsten Infektionsrate. Die Krankenhäuser sich hoffnungslos überlastet und kämpfen gegen den plötzlichen Anstieg der Covid Fälle in den letzten Wochen. Die israelische Hilfsdelegation ist am Dienstag in Uruguay gelandet. Das israelische Team des Sheba Krankenhauses wird sich darauf konzentrieren, die örtlichen Krankenhäusern zu unterstützen und neue Coronavirus-Intensivstationen einzurichten. Moriya Suliman, eine der Krankenschwestern der Delegation erklärte: „Uruguay wandte sich an uns, weil wir die erste Nation sind, die das Coronavirus besiegt und zur normalen Routine zurückgefunden haben. Im Sheba Krankenhaus haben wir alle Coronavirus-Stationen geschlossen und können nun unser gesamtes Wissen weitergeben. So können die örtlichen Mediziner von unserer Erfahrung wie auch aus unseren Fehlern lernen.“

„Ich habe dich zum Licht der Völker gemacht“ (Jes 49,6)

Indien, Japan, Haiti, die Philippinen, die Türkei und Nepal sind nur ein kleiner Bruchteil der Nationen, welche Israel, als eines der ersten Länder, mit medizinischen Hilfsdelegationen nach Naturkatastrophen unterstützt hat. Zehntausende Israelis, welche Teil des „Israelischen Heimatfront-Kommandos“, des militärischen Sanitätsdienstes oder anderen freiwilligen Einrichtungen sind, treffen meist zuallererst in weltweiten Krisen-und Katastrophengebieten ein. Vom Erdstoß 2001 in El Salvador zum Erdbeben in der Türkei im Jahr 2011, bis hin zur Taifun-Katastrophe 2013 auf den Philippinen oder humanitärer Hilfe für Flüchtlinge im Nord Irak im Jahr 2015; Israel steht fortwährend an erster Stelle und reicht seine helfende Hand.

Bild: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Premierminister Narendra Modi bei seinem Besuch 2017 in Israel. Foto: Kobi Gideon / GPO 

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