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Familie und Freunde schockiert über Ermordung der 18-jährigen Soldatin Noa Lazar

JERUSALEM, 09.10.2022 (TM) – Die Ermordung der 18 Jahre alten Soldatin Noa Lazar wirft einen Schatten auf das fröhliche Sukkotfest in Israel. Die junge Frau wurde in der Nacht zum Sonntag von einem palästinensischen Terroristen am Shuafat-Kontrollpunkt in Jerusalem erschossen. Bei dem Anschlag erlitt ein 30 Jahre alter ziviler Wachmann schwerste Verletzungen, er liegt nach einer Gehirnoperation im Koma. Der Todesschütze ist nach Angaben der Behörden ein 22 Jahre alter Palästinenser, nach dem intensiv gesucht wird.
Die Beerdigung von Noa Lazar wurde für Montagabend um 23 Uhr auf dem Friedhof von Kfar Yona angesetzt. Am Sonntagabend und Montag ist in Israel Feiertag.
„Beschütze uns von oben“
Lazars Freunde aus ihrer Dienstzeit bei der Militärpolizei beklagten am Sonntag ihren Tod. „Mein Schatz, ich kann nicht glauben, dass du von uns gegangen bist“, schrieb einer. „Ich liebe dich am meisten. Beschütze uns von oben.“ Ein anderer schrieb: „Möge dein Andenken ein Segen sein, unser reiner Engel, beschütze uns.“
Der Täter war nach Polizeiangaben mit einem Auto an den Kontrollpunkt gekommen und hatte aus nächster Nähe auf eine Gruppe von Sicherheitsleuten gefeuert. Außer Noa Lazar und dem Wachmann erlitten zwei Angehörige der Grenzpolizei Verletzungen. Ein Überwachungsvideo zeigt, das der Terrorist weiter auf eine am Boden liegende Person schoss, bevor er flüchtete, offenbar nachdem seine Waffe geklemmt hatte.
„Wir werden nicht schweigen und keine Ruhe geben, bis wir diesem verkommenen Terroristen Gerechtigkeit widerfahren lassen“, versicherte Ministerpräsident Yair Lapid. Verteidigungsminister Benny Gantz sagte, Israels Anti-Terror-Offensive werde nach dem Anschlag mit voller Kraft fortgesetzt: „Wir werden den abscheulichen Terroristen und alle, die ihm geholfen haben, in die Finger bekommen“, versprach er. Staatspräsident Isaac Herzog sprach ebenfalls sein Beileid aus und erklärte, der Mord habe „die Freude über den Feiertag in schreckliche Trauer“ für Lazars Familie verwandelt.
Hamas lobt „heroische Aktion“
Die im Gazastreifen ansässige Hamas-Terrorgruppe erklärte, sie segne die „heroische Operation“ und bezeichnete die Schießerei als „eine Reaktion auf die Übergriffe auf die Al-Aqsa-Moschee und die heutige Aggression der Besatzer gegen Jenin“. Zuvor waren am Samstag zwei Palästinenser bei einer Verhaftungsaktion der Armee in Jenin getötet worden.

Als sich der Anschlag in Shuafat herumsprach, wurden dort von Arabern Freuden-Feuerwerke abgebrannt und Süßigkeiten an Kinder verteilt.
Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern haben sich durch eine Antiterrorkampagne in Judäa und Samaria verschärft. Dabei wurden in den vergangenen Monaten über 100 Palästinenser getötet und mehr als 2.000 bei nächtlichen Razzien verhaftet. Die israelischen Truppen wurden bei den Einsätzen regelmäßig unter Beschuss genommen. Die meisten der Getöteten waren Bewaffnete oder Teilnehmer an gewaltsamen Zusammenstößen.

Bild: Sergeant Noa Lazar wurde bei einem Terroranschlag an der Shuafat-Kontrollstelle in Jerusalem erschossen. Foto: Israel Defence Forces

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