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Frau eines arabischen Gefängnisinsassen bringt nach Samenschmuggel Vierlinge zur Welt

JERUSALEM 15.06.2023 (LS) – Palästinensische Medien haben diese Woche berichtet, es sei einem palästinensichen Häftling, der wegen verschiedener terroristischer Vergehen eine 18-jährige Haftstrafe im Nafha-Gefängnis im Süden Israels verbüßt, gelungen, sein Sperma mit Hilfe eines Arztes über den Erez-Grenzübergang über die israelische Grenze zu bringen. Anschließend wurde es zu seiner Frau in Gaza gebracht.

Die Ehefrau von Ahmad S. brachte ihre Kinder im Mai in einem Krankenhaus im Osten Jerusalems zur Welt. Sie kehrte erst diese Woche in den Gazastreifen zurück, nachdem sie die Frühgeborenen mehrere Wochen lang auf der Entbindungsstation betreut hatte, bis sie stark genug waren, um mit ihr nach Hause zu kommen. Nach ihrer Rückkehr wurde die Geschichte der ungewöhnlichen Schwangerschaft bekannt, was im Internet zu großem Jubel führte.

Ben-Gvir verlangt Erklärung

Der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, hat die israelische Strafvollzugsbehörde aufgefordert, zu erklären, wie es einem Terroristen gelingen konnte, sein Sperma zu seiner Frau zu schmuggeln.

Für Ben-Gvir ist die Geburt der vier Kinder kein Grund zu feiern. Vielmehr verdeutlicht die Geschichte den schlechten Zustand des israelischen Strafvollzugssystems. Der Sicherheitsminister hat sich bereits öfter über die gute Behandlung der arabischen Terroristen in israelischen Gefängnissen beschwert.

Palästinensicher Spermaschmuggel

Das Verfahren, Sperma von eingesperrten Palästinensern zur Befruchtung ihrer Frauen zu nutzen, ist nicht neu. Es wurde in der Razan-Fertilitätsklinik in Nablus entwickelt und Frauen benutzen ein kleines Röhrchen mit dem Samen ihres Mannes für die In-vitro-Befruchtung.

Es gibt Ärzte, die daran zweifeln, dass dieses Verfahren wirklich funktioniert. Sie sind der Meinung, Spermien könnten außerhalb von Laborbedingungen nicht lange genug überleben, um eine IVF-Behandlung durchzuführen. Stattdessen vermuten sie, dass die Frauen entweder ihre Affären mit anderen Männern hinter diesem Spermabetrug verbergen oder sich von dem Samen eines anderen Mannes aus einer Samenbank befruchten lassen.

Titelbild: Dieses in den sozialen Medien zirkurlierende Bild zeigt angeblich die Vierlinge, die eine palästinensische Frau durch Samenschmuggel ihres Mannes zur Welt brachte. Foto: Screenshot Arab Social Media

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