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Die Gesichter & Geschichten hinter den Geiseln – Ariel Cunio

JERUSALEM, 13.02.2024 (LS) – Wir wollen den Geiseln in Gaza ein Gesicht geben und ihre Geschichte erzählen. Wir wollen gemeinsam unseren Alltag für ein paar Minuten anhalten und für die Heimkehr eines jeden Einzelnen beten.

„Wer auch nur ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ (Mischna, Sanhedrin 4:5)

Ariel Cunio (26), Nir Oz

Ariel Cunio ist einer der vier Cunio-Brüder, die im Kibbuz Nir Oz geboren und aufgewachsen sind. Er lebt dort mit seiner Freundin Arbel Yehud (28), ebenfalls aus Nir Oz. Beide wurden am 7. Oktober von Hamas-Terroristen gefangen genommen.

Im Kibbuz leben auch seine Großmutter, seine Eltern, seine drei Geschwister und deren Familien.

Arbels Bruder Dolev, ein verheirateter Vater von vier Kindern, wurde gemeinsam mit dem Paar entführt.

In einem anderen Teil des Kibbuzes wurden außerdem Ariels Bruder David (34), seine Frau Sharon (33) und ihre dreijährigen Zwillinge sowie Sharons Schwester Danielle (44) und ihre fünfjährige Tochter Emilia als Geisel genommen. Sharon und die Zwillinge sowie Danielle und Emilia wurden im letzten Geiselabkommen freigelassen.

Die beiden Cunio-Brüder sowie die Geschwister Arbel und Dolev bleiben weiterhin in Gefangenschaft.

Über die genauen Geschehnisse an jenem Morgen ist nur wenig bekannt, abgesehen von der Nachricht, die Ariel an seinen Bruder Eitan schickte: „Wir sind in einem Horrorfilm.“

Ariel und Arbel waren gerade von einer längeren Reise nach Süd- und Mittelamerika nach Nir Oz zurückgekehrt und hatten Wochen zuvor einen Welpen adoptiert.

Ariel wurde gemeinsam mit seiner Partnerin Arbel entführt. Foto: privat

„Ich wünsche mir, dass Ariel mit Arbel zusammen ist“, so Silvia Cunio, die Mutter der entführten Brüder. „Es ist sehr selten, dass man mit jemandem als Paar zusammenkommt, mit dem man im Kibbuz aufgewachsen ist, weil dort alle ein bisschen wie Geschwister sind, aber es ist passiert. Ariel ist ein klassisches jüngstes Kind, ein bisschen verwöhnt. Die Mädchen im Kibbuz nennen ihn Pepito, weil das der Spitzname ist, den ich ihm gegeben habe, seit er ein Kind war. Er ist ein guter Mensch, und ist groß und gutaussehend. Ich hoffe nur, dass er nicht zu dünn zurückkommt.“

„Ich muss immer wieder daran denken, unter welchen Bedingungen sie dort leben. Es ist jetzt Winter. Haben sie genug Kleidung? Haben sie zu essen? Behandelt man sie wie Menschen? Ich schlafe nachts kaum. Bei jedem Bissen, den ich esse, plagen mich Schuldgefühle, weil ich nicht weiß, ob sie essen“, so die verzweifelte Mutter.

Ariel, wir beten für Deine Rückkehr.

Israelis fordern die Freilassung der Geiseln. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Titelbild: Ariel Cunio. Foto: privat

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