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Mit Sprengfallen versehener Tunnel befand sich unter einer Klinik in Rafah

JERUSALEM, 30. Mai 2024 (TPS) – Der mit einer Sprengfalle versehene Tunnel, in dem am Dienstag drei israelische Soldaten getötet wurden, befand sich unter einer medizinischen Klinik in Rafah. Das teilten die israelischen Streitkräfte (IDF) heute mit. Die IDF fügte hinzu, dass der Komplex auch eine UNRWA-Schule beherbergt, in der Tunnelschächte und Waffen gefunden worden seien.

Nach Angaben der IDF stürmten die Truppen die Schule des Palästinenserhilfswerks UNRWA, nachdem Hamas-Terroristen aus dem Gebäude heraus Panzerabwehrraketen abgefeuert hatten. In dem Gebäudekomplex, in dem sich die Schule befindet, sind auch eine Krankenstation und eine Moschee untergebracht.

Der mit einer Sprengfalle versehene Tunnel wurde unter der Krankenstation entdeckt und explodierte, wobei drei Soldaten getötet und vier weitere verletzt wurden. Im Inneren der UNRWA-Schule fanden die Soldaten Tunnelschächte, Uniformen und Waffen, darunter zahlreiche Granaten.

UNRWA steht in der Kritik, nachdem bekannt wurde, dass Mitarbeiter an den Anschlägen der Hamas vom 7. Oktober beteiligt waren. Israelische Vertreter fordern, dem Hilfswerk die Befugnisse im Gazastreifen zu entziehen und die Finanzierung einzustellen.

Angriffe auf Hamas im gesamten Gazastreifen

Die israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen halten an. „Die Hamas ist in Rafah. Die Hamas hält unsere Geiseln in Rafah fest, deshalb operieren unsere Streitkräfte in Rafah. Die Hamas hält unsere Geiseln an der Grenze zu Gaza in einer lebenden Hölle fest, auch in Rafah. Wir werden nicht aufhören, für ihre Freiheit zu kämpfen”, erklärte IDF-Sprecher Konteradmiral Daniel Hagari.

Ein israelischer Panzer beim Kampfeinsatz im Gazastreifen. Foto: IDF

Im Gebiet von Jabalya im Norden des Gazastreifens wurden Terroristen, die sich israelischen Soldaten näherten, mit Panzerbeschuss ausgeschaltet. Bei einem anderen Zwischenfall wurden Terroristen, die Geschosse auf die Truppen abgefeuert hatten, von israelischen Flugzeugen eliminiert.

Seit Beginn der Operation in Rafah am 6. Mai haben die Truppen rund 300 Terroristen getötet, sagte Regierungssprecher David Mencer.

ISIS-Unterstützer verhaftet

Gleichzeitig gehen die israelischen Sicherheitsbehörden gegen Terror-Unterstützer in Judäa und Samaria und im Osten Jerusalems vor. Die israelischen Behörden haben einen Palästinenser verhaftet, der für die Terrorgruppe Islamischer Staat (ISIS) Anschläge verüben wollte, wie heute bekannt wurde. Der 22-jährige habe Kontakt zu ISIS-Vertretern im Ausland aufgenommen und sei in die Türkei und in nicht näher bezeichnete afrikanische Länder gereist, wo er sich für die Durchführung von Anschlägen ausbilden und anleiten ließ, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des israelischen Geheimdienstes Shin Bet und der israelischen Polizei.

In den vergangenen Monaten haben die Polizei und der Shin Bet eine Reihe von Palästinensern festgenommen, die ISIS unterstützten und Terroranschläge planten.

Titelbild: Der Hamas-Tunnel unter einer Krankenstation in Rafah, in dem drei israelische Soldaten getötet wurden. Foto: IDF

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