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12-kg-Splitterbombe – Sicherheitsbehörde vereitelt Selbstmordanschlag im Herzen Israels

JERUSALEM, 04.06.2024 (NH) – Der inländische Geheimdienst hat einen Selbstmordanschlag im Landeszentrum vereitelt. Das Terrorkomplott wurde jetzt zur Veröffentlichung freigegeben. Der Auftrag zu dem Attentat soll direkt aus dem Hauptquartier der Hamas in der Türkei erteilt worden sein. Die für den Anschlag errichtete Infrastruktur wurde zerschlagen, der verdächtige Selbstmordattentäter verhaftet. Israelische Sicherheitskräfte konfiszierten im Zuge der Anti-Terror-Operation einen mächtigen 12-Kilo-Sprengsatz in der Nähe von Samaria.

Ramadan-Terror aus der Türkei

Im vergangenen März, inmitten der Feierlichkeiten des muslimischen Fastenmonats Ramadan, verhafteten israelische Sonderkommandos den Terroristen Anas S. in der palästinensischen Stadt Nablus. Es hatte sich zuvor herausgestellt, dass er an der Planung eines Bombenanschlags in Israel beteiligt war. Der Verdächtige stammt ursprünglich aus Tulkarem und lebt derzeit in Jordanien.

Seine Vernehmung durch israelische Sicherheitsbehörden ergab, dass S. im Dezember 2023 von einem hochrangigen Hamas-Terroristen, der ursprünglich aus Judäa und Samaria stammte, in der Türkei für Aktivitäten der Terrororganisation rekrutiert worden war. Demnach soll sich S. bereit erklärt haben, im Namen der Hamas einen Selbstmordanschlag auszuführen. Der inländische Geheimdienst geht davon aus, dass das Ziel des Terroranschlags im Landesinneren lag.

“Der israelische Sicherheitsdienst wird zusammen mit dem Militär weiterhin handeln, um jeden Versuch terroristischer Elemente zu vereiteln, terroristische Aktivitäten gegen den Staat Israel zu unterbinden, und wird handeln, um diejenigen, die an solchen Aktionen beteiligt sind, vor Gericht zu bringen”, veröffentlichte der Geheimdienst jüngst in einer Erklärung.

Die Mitglieder und Drahtzieher des Terrorkomplotts. Foto: Sprecher des inländischen Geheimdienstes

Geld, Testament und Motorradführerschein

In Vorbereitung auf die Attacke setzte S. ein Testament auf und absolvierte Motorradtraining, das für den Anschlag zum Einsatz kommen sollte. Weiter erhielt S. detailierte Anweisungen sowie finanzielle Unterstützung zur Umsetzung des Terroranschlags. Die über 12 Kilogramm schwere Splitterbombe wurde in der Nähe einer Quelle in Judäa und Samaria deponiert. Neben dem Sprengsatz, konfiszierten die Sicherheitskräfte auch ein Dokument mit Erläuterungen zur Umsetzung des Selbstmordattentats. Gegen S. wurde vor einem Militärgericht Anklage wegen schwerer Sicherheitsdelikte erhoben.

Nach dem Verhör des mutmaßlichen Attentäters wurden eine Reihe von Hamas-Terroristen in Judäa und Samaria, die Teil der militärischen Infrastruktur der Hamas in Nablus sind, festgenommen. Die Befragung der Palästinenser ergab, dass einige von ihnen an der Planung und Vorbereitung für das besagte Selbstmordattentat involviert waren. Kopf des Anschlags soll Hudifa S., ein Mitglied des Hamas-Hauptquartiers in der Türkei, gewesen sein.

Die Verhöre der Involvierten enthüllen nicht nur die Existenz eines Hamas-Hauptquartiers in der Türkei, sondern auch ihre direkte Verbindung zu Terroranschlägen in Israel während der Ramadanfeiertage.

Titelbild: Mitglieder einer Anti-Terror-Einheit verhaften einen palästinensischen Terroristen. Foto: Nati Shohat/Flash90

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