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Terroristen verstecken sich in Schule und werden getötet: Hamas spricht von „Massaker“

06.06.2024 (TM) – Die israelischen Streitkräfte (IDF) haben heute vor Sonnenaufgang ein Lager von Dutzenden Hamas-Kämpfern in einer UN-Schule im Zentrum des Gazastreifens angegriffen.

Nach dem Angriff erklärte die IDF, dass sie umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen getroffen habe, um den Schaden für die Zivilbevölkerung auf dem Gelände der Schule in Nuseirat zu begrenzen. In dem Gebäude des Palästinenserhilfswerks UNRWA hatten sich laut Armee 20 bis 30 Terroristen versammelt, von denen einige an dem Angriff am 7. Oktober beteiligt gewesen seien. In der Schule befanden sich auch palästinensische Zivilisten, die vor dem Krieg geflohen waren.

Nach Angaben des Militärs wurden die Mitglieder der Terrorgruppen eliminiert, als sie sich in drei Klassenzimmern versammelten, die von dem Bereich getrennt waren, in dem die Zivilisten Schutz suchten.

Versteck in UNRWA-Schule

Das von der Hamas geführte Medienbüro der Regierung behauptete, bei dem israelischen „Massaker“ seien mindestens 27 Menschen getötet worden. Die UNRWA-Kommunikationsdirektorin Juliette Touma sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Zahl der Toten liege zwischen 35 und 45. Unklar blieb, ob ein Großteil oder gar alle Tote Kämpfer der Hamas-Terrororganisation waren. Die israelische Armee erklärte, dass die Terroristen zusammen mit Mitgliedern der palästinensischen Terrorgruppe Islamischer Dschihad „Terroranschläge vom Gebiet der Schule aus verübten und die Schule als Unterschlupf nutzten“.

In dieser Schule hatten sich laut israelischer Armee die Dschihadisten versteckt. Infografik: IDF

Israel hat die Hamas wiederholt beschuldigt, Schulen, UN-Büros und andere zivile Infrastruktur im Gazastreifen, in denen sich auch Zivilisten aufhalten, für terroristische Aktivitäten zu missbrauchen. Das Palästinenserhilfswerk UNRWA wurde von Israel scharf kritisiert, da es immer wieder Hinweise gibt, dass Mitarbeiter die Hamas-Terroristen aktiv unterstützen.

In diesem Kinderzimmer einer palästinensischen Familie im Gazastreifen stießen israelische Truppen auf einen Schacht, der zu einem Terrortunnel führt. Foto: IDF

„Vor dem Angriff wurden viele Schritte unternommen, um das Risiko, Unbeteiligte zu verletzen, zu minimieren, einschließlich der Analyse von Luftaufnahmen und der Verwendung präziser Informationen“, teilte die IDF mit. Der Angriff sei zweimal verschoben worden, um zu vermeiden, dass Zivilisten zu Schaden kommen. Das berichtet die Online-Zeitung Times of Israel.

Soldat der Beduinen-Einheit stirbt bei Schusswechsel

Wenige Stunden nach dem Angriff in der Schule tötete die Armee nach eigenen Angaben drei Terroristen, die von Rafah im südlichen Gazastreifen aus nach Israel eindringen wollten. Ein Soldat, der 34-jährige Sergeant Zeed Mazarib aus der Beduinenstadt Zarzir, wurde bei dem Feuergefecht getötet.

Der Versuch, in den Gazastreifen einzudringen, begann demnach gegen 4 Uhr morgens, als Soldaten, die Überwachungskameras beobachteten, bei nebligem Wetter verdächtige Bewegungen entdeckten. Soldaten des Wüstenaufklärungsbataillons – einer Einheit, die hauptsächlich aus Beduinen besteht – wurden an den Ort des Geschehens entsandt, um nach den Eindringlingen zu suchen.

Gegen 5 Uhr morgens gerieten die Soldaten etwa 400 Meter von der israelischen Grenze entfernt unter Beschuss. Die Soldaten erwiderten das Feuer auf die Terroristen. Mazarib wurde bei dem Schusswechsel getötet. Wenige Augenblicke später wurden zwei der Bewaffneten durch einen Drohnenangriff ausgeschaltet, ein dritter kurz darauf durch Panzerbeschuss, so die IDF. Die Terroristen waren mit Sturmgewehren und Panzerfäusten bewaffnet.

Titelbild: Ein israelischer Soldat im Gazastreifen. Dort wird weiterhin heftig gekämpft. Foto: IDF

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