
Arabische soziale Medien verspotten Nasrallah als „Hühnerjäger“: anstatt Einrichtungen des Mossad zu zerstören, traf die Hisbollah eine Hühnerfarm
JERUSALEM 26.08.2024 (LS) – Die Hisbollah hat elf Militärstützpunkte aufgelistet, die sie mit ihrem Raketenangriff am Sonntag treffen wollte. Die Terrororganisation hoffte außerdem, auch die Hauptquartiere des Mossad und der israelischen Streitkräfte (IDF) angreifen zu können.
Hisbollahchef Hassan Nasrallah, behauptete, die Angriffe seiner Organisation hätten Schäden am Hauptquartier der israelischen Streitkräfte verursacht, ohne jedoch Beweise vorzulegen.
Die IDF haben mit ihrem Präventivschlag jedoch größeren Angriffe verhindert. Bis Sonntagnachmittag wurden die schwersten Schäden an Dutzenden von Gebäuden in Akko gemeldet.
Die zionistische Hühnerfarm
Die geringe Zerstörung, die die Hisbollah in Israel anrichten konnte, sorgte unter arabischen Nutzern der sozialen Medien für höhnische Kommentare. Ein Bericht über einen Raketeneinschlag in einer Hühnerfarm in Galiläa lieferte Anlass zu Gespött.
Ein kuwaitischer Nutzer namens Fahed lud ein Bild eines toten Huhns hoch und fügte zynisch hinzu: „Allahu Akbar! Die Antwort von Hassan Nasrallah! Die Antwort der Hisbollah! Die Zahl der verletzten Hühner stieg auf 27, von denen 5 schwer verletzt wurden und Verbrennungen ersten Grades an Flügeln und Schnabel erlitten, nachdem der Hühnerstall als Reaktion auf die Ermordung von Fuad Shukr angegriffen wurde. Er sagt: ‘Unsere Raketen treffen ihr Ziel!‘“

Ein syrischer Nutzer namens Khaled fügte hinzu: „Das Hühnermassaker war kein Zufall, sondern ein strategischer Plan! Das Ziel? Die Gegner und Feinde des ‚Widerstands‘ daran zu hindern, sich nach jedem Bombenangriff zu brüsten und zu sagen: ‚Sie haben nicht einmal ein Huhn verletzt.‘ Die Hisbollah hat die Hühner und Küken vorsätzlich und überlegt getötet, um uns die Freude zu nehmen, über ihre Reaktion und ihre Raketen zu spotten und Witze zu machen!“
Eskalation verhindern
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte am Sonntag, Israels Präventivschlag gegen die libanesische Hisbollah sei nicht „das Ende der Geschichte“, während regionale und globale Führungspersönlichkeiten vor einer Eskalation zu einem größeren Konflikt warnten.
Reuters berichtete, Israel und die Hisbollah hätten über Vermittler miteinander kommuniziert, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Unterdessen erklärte Verteidigungsminister Yoav Gallant, Israel hoffe auf eine diplomatische Lösung im Norden, und Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah deutete an, dass seine Terrorgruppe die derzeitige Runde der Feindseligkeiten für beendet halten könnte.
Titelbild: Ein Hühnerstall im Moshav Ramot Naftali in Nordisrael wurde von einer aus dem Libanon abgefeuerten Rakete getroffen. Foto: Ayal Margolin/Flash90