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Befreite Geisel berichtet über seine Gefangenschaft – Leiche eines israelischen Soldaten in Gaza geborgen

JERUSALEM 29.08.2024 (LS) – Zwei Wochen bevor die israelischen Streitkräfte Farhan Alkadi aus den Tunneln im Gazastreifen befreien konnten, waren die Terroristen, die mit seiner Bewachung beauftragt waren, geflohen, wie hebräische Medien am Mittwoch berichteten.

Berichten zufolge ließen Alkadis Entführer ihn in einem unterirdischen Raum mit nichts als etwas Brot zum Essen zurück, nachdem in der Nähe Übungen des Pionierkorps der israelischen Streitkräfte zu hören waren. Bevor sie gingen, brachten die Hamaskämpfer Sprengstoff in den umliegenden Tunneln an, um sicherzustellen, dass er bei einem Fluchtversuch nicht lebend entkommen würde.

Schreckliche Geiselhaftbedingungen

In einer Zeugenaussage für Channel 12 berichtete der 52-jährige Vater von 11 Kindern, er habe die meiste Zeit seiner Gefangenschaft in völliger Dunkelheit in den Tunneln verbracht.

Zu Beginn seiner Gefangenschaft sei er zusammen mit mehreren anderen Geiseln in einer oberirdischen Wohnung festgehalten worden, sei aber bald darauf unter die Erde verlegt worden. Hier durfte er einmal im Monat duschen.

Alkadis Bruder Jamal erklärte am Mittwoch, die Terroristen hätten ihn bei seiner Entführung ins Bein geschossen, als er sich weigerte, ihnen zu sagen, wo sich Juden befänden. Die Kugel wurde in Gaza entfernt und ohne Betäubung mit Nadel und Faden genäht.

Der Beduine erklärte, die Terroristen hätten nur wenige Wochen nach seiner Geiselnahme andere Geiseln gefilmt, die zusammen mit ihm festgehalten wurden. Er erzählte N12, dass man auf dem Video sehen konnte, wie eine Geisel starb, was gefilmt, aber von den Terroristen nie veröffentlicht wurde. Er sei Zeuge des Mordes an der Geisel neben ihm gewesen.

Rückkehr nach Hause

Farhan Alkadi konnte das Krankenhaus am Mittwoch verlasssen und kehrte in Begleitung einer langen hupenden Autoschlange unter Jubel nach Hause zurück. Dort sah er endlich seine 90-jährige Mutter wieder.

„Ich genieße jede Minute, die ich im Licht bin, denn ich war so lange in der Dunkelheit“, erzählte er. „Ich genieße jede Minute mit meiner Familie.“ Sein Arzt erklärte, Alkadis Gesamtzustand sei gut, aber er sei körperlich verwahrlost und dünn: „Der Gewichtsverlust ist sehr auffällig, aber er ist ein sehr starker Mensch.“

Farhan erklärte jedoch, er könne seine Freiheit nicht unbeschwert feiern, solange sich noch so viele Geiseln in Gaza befänden.

Leiche eines Soldaten geborgen

Die Leiche eines israelischen Soldaten, der am 7. Oktober von der Hamas getötet und entführt wurde, konnte in der Nacht zum Mittwoch vom Militär aus dem südlichen Gazastreifen geborgen worden, wie die israelischen Streitkräfte (IDF) am Mittwoch mitteilten. Auf Wunsch der Familie wurde der Name des betreffenden Soldaten nicht veröffentlicht.

Die IDF erklärte, monatelang daran gearbeitet zu haben, den Leichnam des ermordeten Soldaten ausfindig zu machen. Informationen über den Ort stammten zum Teil aus einem Shin-Bet-Verhör eines Terrorverdächtigen aus Gaza, so eine Militärquelle.

Laut Militärquellen wurde die Leiche des Soldaten nicht in einem Tunnel gefunden, und die Operation im Süden des Gazastreifens stand in keinem Zusammenhang mit der Rettung der Geisel Farhan Alkadi am Dienstagmorgen.

Titelbild: Die befreite Geisel Farhan Alkadi kehrt in sein Haus in der Nähe von Rahat zurück. Foto: Jamal Awad/Flash90

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