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Ehemaliger Verteidigungsminister Moshe Ya’alon war letztes Jahr Ziel eines Bombenanschlags der Hisbollah in Tel Aviv

JERUSALEM 19.09.2024 (LS) – Der ehemalige Verteidigungsminister und Stabschef der israelischen Streitkräfte Moshe Ya’alon ist im vergangenen Jahr das beabsichtigte Ziel eines Hisbollah-Bombenanschlags im Yarkon-Park von Tel Aviv gewesen. Das bestätigten israelische Behörden am Mittwoch. Die Explosion, die am 15. September 2023 gegen 6.30 Uhr stattfand, hatte keine Verletzten gefordert.

Zwei arabisch-israelische Verdächtige wurden unmittelbar nach dem Bombenanschlag festgenommen, sechs weitere wurden in den folgenden Tagen verhaftet.

Die Verdächtigen sagten in ihrem Verhör aus, sie hätten eine Kamera und ein Fernzündungssystem an der Bombe angebracht, sie neben einem Baum im Park platziert und sie gezündet, als sie jemanden sahen, den sie für Ya’alon hielten, der einen Weg entlangging, so die Polizei und der Shin Bet. Der Mann blieb bei der Explosion unverletzt.

„Es war nicht das erste Mal, dass jemand versucht hat, mich zu töten“, erzählte der 74-jährige Ya’alon am Mittwoch in einem Fernsehinterview. „Meine Weltanschauung ist die eines Angreifers, nicht die eines Angegriffenen, und ich treffe auch Vorsichtsmaßnahmen, damit ich am Leben bleibe.“

Erneuter Versuch

Der Inlandsgeheimdienst Shin Bet hatte am Dienstag bekanntgegeben, einen weiteren versuchten Bombenanschlag desselben Hisbollah-Netzwerks vereitelt zu haben, das auch hinter dem geplanten Attentat auf Ya’alon stand.

Der jüngste Anschlag sollte nach Angaben des Shin Bet in den kommenden Tagen verübt werden und einen weiteren ehemaligen hochrangigen Verteidigungsmitarbeiter treffen. Der Name des Offiziellen wurde noch nicht veröffentlicht.

Ein Sprengsatz, den eine Hisbollah-Zelle bei einem Anschlag auf einen ehemaligen hohen israelischen Sicherheitsbeamten einsetzen wollte. Foto: Shin Bet

Die Bombe verfügte über ein Fernzündungssystem, einschließlich einer Kamera und einer Mobilfunkverbindung, die es der Hisbollah ermöglicht hätte, sie vom Libanon aus zu aktivieren.

Regelmäßige Anschlagsversuche

Der israelische Geheimdienst vereitelt hunderte Anschläge pro Jahr. Doch die Vermischung der jüdischen, arabisch-israelischen und palästinensischen Bevölkerung macht es schwierig, potenzielle Terroristen zu erkennen.

Im März 2023 verübte die Hisbollah einen Bombenanschlag auf den israelischen Verkehrsknotenpunkt Megiddo, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde. Bei diesem Anschlag wurde, wie bei dem versuchten Attentat auf Ya’alon, eine Mine vom Typ Claymore eingesetzt. Ein ranghoher Hisbollah-Kommandeur der Radwan-Elitetruppe, der für diesen Bombenanschlag verantwortlich war, wurde im Februar bei einem Angriff der israelischen Armee getötet.

Titelbild: Moshe „Boogie“ Ya’alon muss auch im Ruhestand von Leibwächtern begleitet werden. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

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