
Terroranschlag auf Fernstraße: Polizeibeamter (30) im Fahrzeug erschossen
JERUSALEM, 15.10.2024 (TPS/TM) – Ein Terrorist hat heute auf der Nationalstraße 4 in der Nähe der Küstenstadt Yavne das Feuer auf Passanten eröffnet. Zuerst traf er den Fahrer eines Polizeiwagens in die Brust. Rettungskräfte versuchten, den Beamten wiederzubeleben, doch er starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Vier weitere Personen wurden verletzt. Ein Passant erschoss den Attentäter und verhinderte so, dass er weiteren Schaden anrichten konnte. Bei dem Zivilisten handelt es sich um einen Freiwilligen des Rettungsdienstes Magen David Adom (MDA), der erst vor drei Monaten einen Waffenschein erworben hatte.
„Ich fuhr mit dem Auto und bemerkte einen Mann mit einer Waffe, der auf der Straße stand. Zuerst dachte ich, es sei ein Polizist. Dann wurden mehrere Schüsse auf mich abgefeuert. Ich duckte mich, sprang sofort aus dem Auto, zog die Waffe und erschoss ihn. Ich denke, ich habe meine Bürgerpflicht erfüllt“, sagte der Sanitäter, dessen Name nicht genannt wurde, laut einer von MDA veröffentlichten Erklärung.
„Katastrophe wurde verhindert“
Das Büro des israelischen Ministers für Nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, erklärte: „Der Bürger, der den Terroristen bei Yavne getötet hat, hat vor etwa drei Monaten im Rahmen der von Minister Ben-Gvir eingeleiteten Reform seine Waffe erhalten. Dadurch hat er eine größere Katastrophe verhindert.“
Nach Angaben der Behörden kam der Terrorist zu Fuß an die Kreuzung der Fernstraße 4, eröffnete das Feuer auf den vorbeifahrenden Polizeiwagen und schoss dann auf weitere Fahrzeuge.
„Leider haben wir hier einen Polizeibeamten verloren, der sich dafür eingesetzt hat, Terroristen zu stoppen und Zivilisten zu retten. Er hat dafür mit seinem Leben bezahlt“, sagte der israelische Polizeichef Daniel Levy.
Arzt bei Hilfe vor Ort angefahren
Drei der Verletzten werden im Krankenhaus in Ashdod behandelt. Nach Angaben des Hospitals handelt es sich bei einem der Opfer um einen 42-jährigen Mann, der Verletzungen am Oberkörper erlitt, als sein Autofenster während der Schießerei zersplitterte. Ein weiterer Verletzter ist ein Arzt, der anhielt, um Verletzte zu behandeln, und von einem anderen Auto angefahren wurde. Er und ein weiteres Opfer befinden sich in mittelschwerem Zustand. Ein viertes Opfer wird im Kaplan Medical Center in Rehovot behandelt. Es ist ein 42-jähriger Mann mit einer Schusswunde im Unterkörper.
Die Polizei bestätigte, dass es sich bei dem Terroristen um einen Bewohner des Gazastreifens handelte, der bereits vor dem Krieg nach Israel gekommen war.
Serie von Terroranschlägen
Der Vorfall ist der jüngste in einer Reihe von tödlichen Terroranschlägen während der jüdischen Feiertage. Am vergangenen Mittwoch wurde ein Mann bei einem Amoklauf in Hadera getötet. Einige Tage zuvor wurde die 19-jährige Grenzpolizistin Schira Suslik am zentralen Busbahnhof in Beerscheva erschossen. Anfang des Monats wurden in Jaffa bei einem Anschlag mit einem Gewehr und einem Messer sieben Menschen getötet und mindestens acht verletzt.
Foto: Polizeibeamte sichern den Tatort. Eine Suche nach einem möglichen zweiten Täter blieb erfolglos. Foto: Liron Moldovan/Flash90