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Iranischer Spionagering aufgedeckt: Sieben Israelis wegen Ausspähung von Militär- und Energieanlagen für Teheran verhaftet

JERUSALEM, 24.10.2024 (TPS/NH) – Der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet und die Polizei haben die Zerschlagung eines gefährlichen Spionagerings bekanntgegeben. Zu dem Agentenring haben demnach sieben israelisch-jüdische Staatsbürger aserbaidschanischer Herkunft gehört, die für den iranischen Geheimdienst gearbeitet haben sollen. Die Verdächtigen, von denen einige miteinander verwandt sind und die alle in der Nordregion und in Haifa leben, wurden im Rahmen einer gemeinsamen Sicherheitsoperation des Shin Bet, der Einheit Lahav 433 der israelischen Polizei und der Abteilung für Informationssicherheit der Armee festgenommen. Sie befinden sich seit gut einem Monat in Haft.

Iranischer Spionagering in Nordisrael

Den Festgenommenen wird vorgeworfen, wichtige Militär- und Energieinfrastrukturen in Israel ausspioniert zu haben. Die Ermittlungen ergaben, dass sie unter der Leitung von zwei iranischen Geheimdienstagenten mit den Codenamen „Elkhan“ und „Orkhan“ operierten. Der erste Kontakt zwischen den Parteien soll bereits vor rund zwei Jahren stattgefunden haben.

„Das Ausmaß und die Schwere dieser Taten gehören zu den gefährlichsten Sicherheitsverletzungen, die Israel je erlebt hat. Die Verdächtigen handelten wissentlich, getrieben von finanzieller Gier, und gefährdeten die Sicherheit Israels und seiner Bürger“, heißt es in einer Erklärung der israelischen Polizei. „Diese Untersuchung unterstreicht die anhaltenden Bemühungen des iranischen Geheimdienstes, israelische Bürger für Spionage und Terrorismus innerhalb Israels zu rekrutieren und auszubeuten.“ Die Staatsanwaltschaft wirft den Mitgliedern des Spionagerings vor, rund 600 Aufträge für Teheran ausgeführt zu haben.

Militär ausspioniert

Den Berichten zufolge sammelten die Verdächtigen nachrichtendienstliche Informationen über Militärstützpunkte, darunter Einrichtungen der Luftwaffe und der Marine, Iron-Dome-Systeme und kritische Energieinfrastruktur wie das Kraftwerk in der Stadt Hadera. Die Verdächtigen benutzten hochtechnologische Ausrüstungen, um sensible Standorte zu fotografieren und zu dokumentieren. Zu den Militärstützpunkten, die das Spionagenetzwerk im Visier hatte, gehörten die Luftwaffenstützpunkte Ramat David, Nevatim, Glilot und der Stützpunkt der Golani-Brigade, wo in der vergangenen Woche vier Soldaten bei einem Drohnenangriff der Hisbollah getötet und fast 70 weitere verletzt wurden.

Nach Angaben des Shin Bet erhielten die Spione Hunderttausende Dollar für ihre Informationen, wobei einige Zahlungen über Kryptowährungen erfolgten.

Auch Zivilisten im Visier

Die Ermittlungen ergaben auch, dass die Mitglieder des Netzwerks im Auftrag des iranischen Geheimdienstes Informationen über israelische Zivilisten sammeln sollten, um bestimmten Personen zu schaden. Israelische Sicherheitskräfte nahmen mehrere der Teheraner Spione fest, als sie einen israelischen Staatsbürger überwachten, der mutmaßlich Opfer eines geplanten iranischen Anschlags werden sollte.

„Die Aktivitäten der Gruppe haben der nationalen Sicherheit Israels erheblichen Schaden zugefügt, indem sie Geheimdienstinformationen über Militärstützpunkte und Energieinfrastruktur zu einer Zeit sammelten, in der das Land in mehrere Konflikte verwickelt ist“, erklärte ein hochrangiger Shin-Bet-Vertreter. Es wird erwartet, dass die Staatsanwaltschaft in den kommenden Tagen Anklage gegen die Verdächtigen erheben wird.

Bei einer weiteren Aktion hat die Polizei sieben Bewohner Ost-Jerusalems wegen des Verdachts der Tätigkeit für den Iran verhaftet. Die Verdächtigen erhielten demnach von einem iranischen Agenten 15.000 Schekel (rund 3600 Euro) für den Kauf eines Gewehrs und einer Maschinenpistole. Offenbar sollten sie einen israelischen Atomwissenschaftler ermorden.

Titelbild: Der Oberste Führer Ayatollah Ali Khamenei leitet das Freitagsgebet in einer Moschee in Teheran. Er gilt als fanatischer Judenhasser, der Israel vernichten will – mit allen Mitteln. Das Mullah-Regime setzt seine Geheimdienste ein, um den jüdischen Staat zu destabilisieren. Foto: Pressebüro des iranischen Führers / Anadolu via AFP

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