
Das jüdische Lichterfest in Jerusalem im Visier des Terrors der Hamas
JERUSALEM, 24.12.2024 (NH) – Seit fast 15 Monaten kämpft Israel gegen die Terrorregierung im Gazastreifen. Die Hamas war überzeugt, ein umfassender Krieg im Nahen Osten werde zur Vernichtung des jüdischen Staates führen, doch seit dem Waffenstillstandsabkommen mit dem Libanon ist die Terrororganisation isolierter denn je. Wer glaubt, die Hamas-Führung würde aufgeben, sieht sich getäuscht. Jetzt hat ein hochrangiger Hamas-Führer die muslimische Bevölkerung aufgerufen, während der Hannukafeiern zum Feldendom zu strömen und sich für die Al-Aqsa-Moschee zu opfern. In der Hauptstadt werden ähnliche Zusammenstöße wie im vergangenen Jahr befürchtet.
Hamas ruft zum Hanukka-Terror auf
Am kommenden Donnerstag beginnt das jüdische Hanukka-Fest. Israel feiert den Sieg des Lichts über die Finsternis, doch die Feinde des jüdischen Staates geben sich nicht geschlagen. In den letzten Jahren rief die Hamas vor Pessach, Sukkot und Hanukka zu Terroranschlägen auf.
Immer wieder versucht die Terrororganisation, das Gebiet um den Tempelberg in Brand zu setzen, um Terrorwellen innerhalb Israels auszulösen. So auch in diesem Jahr. Haroun Nasser al-Din, Mitglied des diplomatischen Büros der Hamas und Leiter des Jerusalemer Büros der Terrororganisation, rief die muslimische Bevölkerung des Landes dazu auf, den „religiös-muslimischen Einfluss“ auf den Felsendom zu verstärken. Die palästinensisch-arabische Nachrichtenagentur Quds Fars zitiert den Terroristen mit den Worten: „Die Besatzungsregierung und die Siedlergruppen beschädigen weiterhin heilige Stätten überall auf palästinensischem Boden, insbesondere die gesegnete Al-Aqsa-Moschee.“
Terror öffnet Tür zur Barmherzigkeit
Al-Din versicherte jedoch, dass insbesondere „die Bewohner Jerusalems und des besetzten Landesinneren (vor 1967 Israel) niemals zulassen werden, dass die zionistische Besatzungsmacht die heilige Moschee plündert“. Das Mitglied des diplomatischen Büros der Hamas hetzt die arabisch-palästinensische Bevölkerung des Landes mit der Ideologie auf, Israel wolle die Al-Aqsa-Moschee „judaisieren und in eine jüdische Synagoge verwandeln“. In den Augen des Terroristen hat die „Besatzung“ bereits begonnen, ihren „teuflischen“ Plan in die Tat umzusetzen.
Der Terrorchef wies darauf hin, dass die Bewohner Jerusalems als „Speerspitze“ fungierten und bereits während des „Tunnelaufstands (1996 an der Klagemauer), des Aufstands am Elektronischen Tor (2017) und des Aufstands in Jerusalem (2021)“ ihr Märtyrertum bezeugt hätten. Nur so könne das palästinensische Volk auf dem Felsendom „das Tor der Barmherzigkeit öffnen“.
Das Zentrum der Hamas befindet sich auf dem Tempelberg
Bereits im vergangenen Jahr war es im Schatten der Gaza-Offensive während der Hanukka-Feiertage zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Hunderte Polizisten und Sicherheitskräfte der israelischen Grenzpolizei sicherten den traditionellen Makkabäermarsch in der Altstadt. Trotz des immensen Sicherheitsaufgebots kam es während der Prozession vielerorts zu Reibereien mit der muslimischen Bevölkerung. Schon damals warnte Baruch Marzel, einer der Koordinatoren des Hanukka-Marsches, die Hamas müsse auch in Jerusalem vernichtet werden: „Wenn wir über die Zerschlagung der Hamas sprechen, müssen wir wissen, dass das Zentrum der Hamas in Jerusalem ist – und das Kernzentrum ist auf dem Tempelberg. Dort ist die Hamas am stärksten – viel stärker als in Gaza. Wo auch immer die Terrororganisation ihren Sitz hat, muss sie eliminiert werden.“
Titelbild: Ultraorthodoxe Juden beten vor der Hanukkia an der Westmauer. Die Hamas ruft während der Feiertage zum Terror auf. Foto: Miriam Alster/Flash90