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„Die Vernichtung der Hamas ist deine Bewährungsprobe“ – Reservisten fordern Netanjahu zur Fortsetzung des Krieges auf

JERUSALEM, 05.02.2025 (NH) – Die Bewegung „Reservisten – Generation des Sieges“, der Tausende Soldaten angehören, hat eine massive Kampagne gestartet. Sie haben Premierminister Benjamin Netanjahu und US-Präsident Donald Trump aufgefordert, den Krieg im Gazastreifen fortzusetzen. Nach Ansicht der Kämpfer müsse die herrschende Terrororganisation Hamas zerschlagen und Gebiete in der Enklave besetzt werden. Derzeit unterhält die Hamas trotz der schweren Schläge, die sie erlitten hat, weiterhin Terrorzellen in ganz Gaza und hält die politische und soziale Macht in der Enklave inne.

Hochbewaffnete Hamas-Terroristen erhitzen die Gemüter

Die verstörenden Bilder der vergangenen Wochen, in denen die Hamas ihre Macht und ihren Einfluss in Gaza bei Geiselübergaben pompös inszenierte, ließen vielen Israelis das Blut in den Adern gefrieren. Nach mehr als 16 Monaten Krieg kontrollieren die Terroristen die Enklave offenbar immer noch hochgerüstet. Obwohl ihre militärischen Fähigkeiten stark geschwächt sind, stellt die Hamas weiterhin eine Bedrohung dar.

Die Bilder ließen vor allem die Mitglieder der Bewegung „Reservesoldaten – Generation des Sieges“ nicht kalt, die prompt an den israelischen Ministerpräsidenten appellierten, das grundlegende Ziel des Krieges zu erreichen: die vollständige Vernichtung der Hamas. Netanjahu dürfe seine Kämpfer jetzt nicht im Stich lassen, so die Reservesoldaten, die ihre Kriegskampagne als „Bewährungsprobe für den israelischen Staatschef“ bezeichnen. Die Reservisten fordern, den Krieg erst dann zu beenden, wenn die Bedrohung durch die Hamas beseitigt ist und sich ein Überfall wie der vom 7. Oktober an keiner Grenze des kleinen jüdischen Staates wiederholen kann.

Eines der Kampagnenplakate der Reservistenbewegung: „Netanjahu. Die Zerschlagung der Hamas ist die Bewährungsprobe deines Lebens!“ Foto: Hamiluimnikim

„Hamas muss vernichtet werden“

„In den letzten 16 Monaten haben wir an allen Fronten gekämpft, wir haben liebe Freunde verloren und viele andere sind verletzt worden, alles um einen neuen 7. Oktober zu verhindern. Leider sehen wir, dass die Hamas lebt und dass der Staat Israel nicht in der Lage ist, den Teufelskreis von Entführungen, Freilassung von Terroristen und Entführungen zu durchbrechen“, erklärt die Bewegung. „Heute gibt es keine Ausreden mehr, Biden ist nicht mehr im Weißen Haus, Gallant ist nicht mehr im Verteidigungsministerium, und bald wird ein neuer Generalstabschef vereidigt. Jetzt ist es an der Zeit, Gas zu geben und einen aggressiven und schnellen Schritt zu unternehmen, um die Gebiete des Gazastreifens zu erobern, der Bevölkerung des Gazastreifens bei der Auswanderung zu helfen und die Hamas-Organisation ein für alle Mal zu zerstören“, deklarieren die Reservisten.

Terror-Ausstellung verängstigt Bevölkerung

Vor rund zwei Wochen sorgten die Kampfreservisten in der zentralisraelischen Stadt Kfar Saba für Massenpanik: Die Reservisten setzten Puppen, die Nukhba-Terroristen simulierten, auf einen weißen Toyota-Truck und fuhren damit durch die Straßen. Das erschreckende Schauspiel sollte daran erinnern, dass die Gefahr einer Entführung von Israelis durch die Terrorgruppe noch nicht gebannt ist. Das aktuelle Geiselabkommen verstärke die Gefahr einer Wiederholung des Massakers vom 7. Oktober 2023.

Titelbild: Al-Qassam-Brigaden, der militärische Flügel der Hamas, bei der Übergabe der vier freigelassenen Soldatinnen in Gaza-Stadt. Experten halten es für eine gefährliche Illusion, zum jetzigen Zeitpunkt den Sieg über die Hamas zu verkünden. Foto: Ayman Alhesi/Flash90

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