
Gefährlicher antisemitischer Präzedenzfall: Zwei israelische Soldaten in Belgien „wegen des Verdachts auf Kriegsverbrechen” verhaftet
JERUSALEM, 22.07.2025 (NH) – Die berüchtigte Hind Rajab Foundation hat in Belgien die Verhaftung von zwei israelischen Soldaten gefordert, die am Tomorrowland-Musikfestival teilnahmen. Berichten zufolge wurden die beiden Israelis mit der israelischen Flagge sowie Fahnen ihrer Armeeeinheit fotografiert und so von der pro-palästinensischen und antisemitischen Stiftung identifiziert. Die beiden Soldaten wurden festgenommen und zum Verhör abgeführt. Das israelische Außenministerium hat den unglaublichen Fall inzwischen bestätigt.
Klagen gegen Dutzende Soldaten
Die in Brüssel ansässige internationale Hind Rajab Foundation (HRF) hat es sich zum Ziel gesetzt, Israelis, die während der Kriege in Gaza oder im Libanon in der Armee oder im Reservedienst aktiv waren, strafrechtlich zu verfolgen. Die Stiftung sammelt im Internet Informationen über israelische Soldaten, einschließlich Details über ihre militärischen Aktivitäten, um diese später im Ausland vor Gericht zu bringen. Bisher hat die HRF Strafanzeigen gegen Dutzende Soldaten eingereicht. Darüber hinaus veröffentlicht die Organisation detaillierte Informationen über sich im Ausland aufhaltende israelische Soldaten, um deren Sicherheit absichtlich zu gefährden.
Nun hat die HRF erneut zugeschlagen und bei den belgischen Behörden eine dringende Klage gegen zwei israelische Touristen eingereicht. Die beiden Soldaten tanzten auf dem bekannten Tomorrowland-Event in der belgischen Stadt Boom mit israelischen Flaggen sowie Fahnen ihrer Givati-Militäreinheit und konnten so von der Stiftung identifiziert und lokalisiert werden. Laut der Hind Rajab Stiftung sind die beiden jungen Männer „verantwortlich für schwere internationale Verbrechen, einschließlich Kriegsverbrechen und Völkermord, die im Gazastreifen begangen wurden”.
Erstmals Festnahme auf europäischem Boden
Verschiedenen Quellen zufolge wurden die beiden israelischen Soldaten, die der „Kriegsverbrechen” bezichtigt werden, festgenommen und verhört. Der belgische Generalstaatsanwalt habe die Polizei angewiesen, die beiden zu befragen. Zwar wurden die jungen Männer inzwischen wieder freigelassen, doch die antiisraelische Stiftung feiert die Verhaftung als einen Schritt, der einen dramatischen und kritischen Wendepunkt in der Verfolgung israelischer Soldaten weltweit darstellen könnte.
Die Stiftung forderte die belgischen Behörden auf, die Ermittlungen „vollständig und unabhängig” fortzusetzen, und kündigte an, das Verfahren weiter zu begleiten und sich für die Opfer des Konflikts in Gaza einzusetzen.
Inzwischen hat auch das israelische Außenministerium die antiisraelische Affäre bestätigt. Nach der Bekanntgabe tauchten WhatsApp-Nachrichten eines der verhafteten Soldaten auf: „Sie haben eine geheime Polizeistation auf dem Tomorrowland-Gelände. Sie haben uns verhaftet und ins Gesicht geschlagen!“
Titelbild: Israelische Soldaten kämpfen gegen die Terrororganisation Hamas im Gazastreifen. Foto: IDF