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„Anstiftung zu Kriegsverbrechen“: Pro-palästinensische Hind-Rajab-Organisation erstattet Anzeige gegen israelischen Komiker

JERUSALEM, 19.01.2026 (NH) – Die palästinensisch-belgische Organisation Hind Rajab Foundation (HRF), die israelische Soldaten im Ausland verfolgt, hat ihr Jagdprofil ausgeweitet und nun einen israelischen Komiker ins Visier genommen. Der Stand-up-Comedian Guy Hochman hätte heute im kanadischen Toronto auftreten sollen. Die HRF hat jedoch beschlossen, die Show zu sabotieren und die kanadischen Behörden vor dem geplanten Auftritt von Hochman „gewarnt”. In Zusammenarbeit mit der Canadian Lawyers Association for International Human Rights (CLAIHR) will die HRF außerdem eine Strafanzeige gegen den israelischen Künstler einreichen.

Nach „Heroes of the Home Front Award” nun die Strafanzeige

Der israelische Komiker, Schauspieler und Sozialaktivist Guy Hochman ist für seinen satirischen Humor berühmt. Seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober verbindet der Comedian in seinem einzigartigen Stil die komplexe Realität in Israel mit internationaler Kritik und hat es sich vor allem zum Ziel gesetzt, die Moral israelischer Soldaten in Gaza, ihrer Familien sowie der Verwundeten zu stärken. Infolgedessen verlieh ihm der Zionistische Rat in Israel den „Heroes of the Home Front Award”. Jetzt geriet der israelische Künstler aufgrund seiner satirischen Stand-up-Shows ins Kreuzfeuer der antiisraelischen Organisation Hind Rajab.

Die Stiftung wirft dem Comedian vor, Inhalte mit „militärischer Hetze” und „Kriegspropaganda” zu veröffentlichen: „Hochman erlangte während des Krieges breite Aufmerksamkeit, unter anderem wegen seiner Identifikation mit der israelischen Armee. Er produzierte und veröffentlichte Videos mit israelischen Soldaten, von denen viele in militärischen Umgebungen gedreht und in den sozialen Medien verbreitet wurden.“ Die Stiftung weist darauf hin, dass der Komiker für eine Position rekrutiert wurde, die der Militär-Sprechereinheit nahe steht. „Hochman erschien in Armeeuniform und verbreitete Botschaften, die die Zerstörung in Gaza verherrlichten, Rache-Narrative förderten und zur Normalisierung von Kriegsverbrechen beitrugen”, so in einer Erklärung der HRF.

Hochman nutze Humor, um Palästinenser zu entmenschlichen

Die Hind Rajab Foundation betont, dass „Meinungsfreiheit nicht als Schutzschild gegen militärische Propaganda, Anstiftung zu Gewalt oder die Normalisierung schwerer internationaler Verbrechen genutzt werden darf”. Die kanadischen Behörden wurden nun gebeten, die Aktivitäten des israelischen Künstlers sowie seine Einreise zu überprüfen.

Nach den Ereignissen meldete sich Hochman vor seiner geplanten Show auf der Social-Media-Plattform X zu Wort: „Was wahnhaft ist, ist, dass in einer Zeit, in der Tausende von Demonstranten im Iran ermordet werden, die Kanadier einen israelischen Comedian stören, der in Toronto auftritt. Ich weiß nicht, ob es mehr Heuchelei oder Antisemitismus ist.“

„In der Zwischenzeit bin ich in den USA und stehe kurz davor, auf der größten jüdisch-zionistischen Konferenz der Welt die Bühne zu betreten. Ich bin begeistert, den optimistischen israelischen Geist, den Mut des jüdischen Herzens und die israelischen Soldaten zu vertreten, die kämpfen, um die Bürger des jüdischen Staates zu verteidigen. Das Volk Israels lebt. Mit Stolz und einem Lächeln.“  Hochman versprach, seine Follower über die weiteren Entwicklungen zu unterrichten.

Titelbild: Die antizionistische Organisation hat ein Foto von Guy Hochman „in Militäruniform zwischen den Trümmern von Gaza“ auf ihrer X-Plattform veröffentlicht und droht mit Strafanzeige. Foto: Hind Rajab Foundation/X-Account – Screenshot

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