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Israel wehrt sich gegen „Hungerpropaganda“ – Angebliche Opfer dienen politischer Kampagne

JERUSALEM, 13.08.2025 (BF) – Der israelische Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) hat eine umfassende Überprüfung vorgelegt, die angebliche hungerbedingte Todesfälle in Gaza als manipuliert entlarvt. Laut COGAT seien die Angaben der Hamas über Sterbefälle durch Mangelernährung nicht nur fragwürdig, sondern Teil einer gezielten Kampagne gegen Israel, unterstützt durch politisch motivierte Bilder und verzerrte Zahlen.

Zweifel an den Zahlen – viele Opfer litten an Vorerkrankungen

Das Gesundheitsministerium der Hamas hatte seit Kriegsbeginn bis Juni 2025 insgesamt 66 Hungertote gemeldet, im Juli plötzlich über 133. COGAT verweist auf einen eklatanten Unterschied zwischen dieser Zahl und tatsächlich dokumentierten Einzelfällen mit Identitätsnachweis, die Medien oder soziale Plattformen bestätigen.

COGAT betont, dass die Mehrheit der genannten Fälle Personen mit schweren Vorerkrankungen waren, die nichts mit Mangelernährung zu tun hatten. Ein Beispiel: Der vierjährige Abdullah litt an einer genetischen Stoffwechselkrankheit und war bereits vor dem Krieg in Jerusalem behandelt worden. Auch andere Fälle wie eine Person mit Muskeldystrophie seien fälschlicherweise als Hungertod gemeldet worden.

Israels Kritik an gezielten Bildern und Kampagnen

COGAT wirft der Hamas vor, emotionale Bilder und unklare Zahlen gezielt zu inszenieren, um medial Druck zu erzeugen: „All dies ist Teil einer orchestrierten Kampagne, und zwar mit politischem Ziel“, so COGAT wörtlich. In der Folge hat die israelische Debatte dazu geführt, dass manche Medien die Hungersituation neu zu betrachten begannen, ebenso Teile der Bevölkerung.

Israel bestreitet eine vergeudete Hilfsanstrengung und verweist auf die massive Einfuhr von Hilfslieferungen. COGAT publiziert regelmäßig Zahlen und Entwicklungen, um auf den ständig stattfindenden Zugang zu humanitärer Hilfe hinzuweisen.

Ein Palästinenser schleppt einen Mehlsack durch die Straßen, nachdem Lastwagen mit humanitärer Hilfe über den von Israel kontrollierten Kerem-Shalom-Übergang in den südlichen Gazastreifen gekommen sind. Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90

Zugleich warnen israelische Quellen, darunter die Denkfabrik INSS, vor einseitigen UN-Berichten. Diese basierten häufig auf unvollständigen Daten aus Gaza, die den tatsächlichen Hilfseinlauf nicht widerspiegelten und somit ein verzerrtes Bild der Lage zeichneten.

Eine besonders starke ungerechtfertigte Kritik trifft aus israelischer Perspektive die neue Hilfsinitiative Gaza Humanitarian Foundation (GHF). Die GHF wird von zahlreichen humanitären NGOs, darunter Oxfam und Ärzte ohne Grenzen, als politisch instrumentalisiert kritisiert.

Zwischen politischer Inszenierung und realer Notlage

Der COGAT-Bericht legt nahe, dass hungerbezogene Todesfälle instrumentalisiert wurden, um Israel international zu diskreditieren. Die präsentierten Zahlen entbehren laut Überprüfung oft einer persönlichen Dokumentation und werden von medizinischen Fakten unterminiert. Gleichzeitig warnt Israel vor verzerrten Narrativen und betont seine eigene Hilfsanstrengungen.

Am 11. August gelangten 270 LKW-Ladungen mit Hilfsgütern nach Gaza. Das ist eine Pro-Kopf-Versorgung, wie sie in keinem anderen Krisengebiet der Welt vorkommt. Das Problem liegt nicht in der Menge der eingeführten Lebensmittel, sondern darin, dass Hamas und andere Terrororganisationen die Hilfsgüter stehlen, zurückhalten und gezielt ihre eigenen Anhänger bevorzugt versorgen. Ein großer Teil der Lebensmittel wird in den von ihnen kontrollierten Gebieten zu überhöhten Preisen an die notleidende Bevölkerung verkauft. In den meisten internationalen Medien wird dieser Umstand kaum erwähnt.

Wiederholt wurde belegt, dass viele der gezeigten Bilder gestellt oder schlicht falsch sind. Trotzdem halten internationale Medien und Politiker unbeirrt am gewünschten Narrativ fest. Dieses wird durch neues Material genährt, dessen Kontext oft nicht der Realität entspricht, wodurch ein Zerrbild entsteht, das mehr der politischen Agenda als der tatsächlichen Not der Menschen dient. 

Titelbild: Täglich tauchen in den Medien Fotos auf, die angeblich unterernährte Kinder aus Gaza zeigen. Foto: Ali Hassan / Flash90

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