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Hitzerekord treibt Strombedarf auf über 17.000 MW

JERUSALEM 14.08.2025 (LS) – Israel hat gestern mit über 17.200 Megawatt den bisherigen Stromverbrauch-Tagesrekord gebrochen, so der Minister für Energie und Infrastruktur, Eli Cohen.

Der Rekord wurde inmitten der anhaltenden außergewöhnlichen Hitzewelle aufgestellt und ist der vierte Rekord in Folge in dieser Woche. Am Sonntag lag der Verbrauch bei 15.806 Megawatt, am Montag bei 15.970 und am Dienstag bei 16.970 Megawatt. Der bisherige Rekord aus dem August 2023 lag bei 15.694 Megawatt.

Hitzerekorde

Die Temperaturen in Jerusalem stiegen auf über 40 °C. Auch die Regionen Obergaliläa und Golanhöhen verzeichneten Rekordwerte.

Darüber hinaus prognostiziert der israelische Wetterdienst (IMS) tropische Luftfeuchtigkeitswerte für den Süden Israels. Das birgt die Gefahr von Gewittern und starken Regenfällen mit Windböen von bis zu 100 km/h in den Negev-Regionen einschließlich Eilat, die zu Sturzfluten im gesamten Süden Israels führen können.

Die hohen Temperaturen führten auch zu neuen Hitzerekorden für den Monat August: Jerusalem verzeichnete 40,6 °C, Harish 40,3 °C, Mitzpe Ramon 41 °C, Elon 41,8 °C, Kfar Blum 41,6 °C, Safed 40,7 °C, Ma’ale Adumim 43,5 °C. Die Temperaturen am See Genezareth erreichten ebenfalls über 43 °C. In Eilat, wo heute 46 °C erwartet werden, zeigte ein Thermometer am Strand gestern 51,1 °C.

Thermometer am Strand von Eilat am 13. August 2025. Foto: Sprecher der Stadtverwaltung Eilat

Die Temperaturen stiegen in den Küstenebenen und Tieflandgebieten des Landes, darunter Tel Aviv und Umgebung, aber aufgrund des mildernden Einflusses des Mittelmeers werden sie laut IMS voraussichtlich keine Rekordwerte erreichen.

Kampf gegen die Hitze – Netz unter Druck

Israel ringt mit der Herausforderung, die Versorgung unter schweißtreibenden Temperaturen sicherzustellen. Die Stromerzeugung muss deutlich erhöht werden – und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Hauptlieferanten, insbesondere ältere Kraftwerke, unter Wartungsdruck stehen. Gleichzeitig zwingt die steigende Hitze private Haushalte und Unternehmen dazu, rund um die Uhr Klimaanlagen laufen zu lassen, was die Belastung weiter verschärft.

Israel reagiert: Die langfristige Strategie umfasst den Ausbau dezentraler, erneuerbarer Energiequellen, um künftige Klimawellen besser auszubalancieren. Experten fordern Solar-, Wind- und Batteriespeicher-Projekte zur Stabilisierung des Netzes, um Inselversorgung bei Stromausfällen oder Netzengpässen zu ermöglichen. In diesem Kontext gewinnen private Anbieter an Bedeutung – etwa Dalia Energy mit modernen Gaskombikraftwerken und Speichersystemen, die die nationale Versorgung dezentral ergänzen.

Titelbild: Am Strand von Tel Aviv sorgt das Mittelmeer für leichte Abkühlung. Foto: Flash90

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