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UN-Sonderberichterstatterin Albanese in der Kritik: Wenn Worte Terror verharmlosen

JERUSALEM, 18.08.2025 (BF) – Die Vereinten Nationen stehen erneut in der Kritik. Es geht einmal mehr um Francesca Albanese, die UN-Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete. Mit ihren jüngsten Äußerungen hat die 48-jährige Juristin aus Italien eine Welle der Empörung ausgelöst, vor allem in Israel, das schon lange ihre Parteilichkeit beklagt. Albanese erklärte, man solle Hamas nicht als ‚Schlächter, bis an die Zähne bewaffnete Milizionäre oder Kämpfer‘ sehen, sondern in erster Linie als politische Kraft.

Damit ging sie weit über eine politische Bewertung hinaus. Ihre Worte wirken wie ein Akt der Verharmlosung, als wolle sie Terroristen, die für Massaker, Raketenangriffe und die Geiselnahme unschuldiger Zivilisten verantwortlich sind, eine neue Legitimität verschaffen.

Einseitige Narrative

Die Jerusalem Post spricht in einem Leitartikel von einem „gefährlichen Akt moralischer Schönfärberei“. Hamas werde so nicht nur entlastet, sondern sogar zu einem vermeintlich legitimen Akteur umgedeutet. Der Hinweis, Hamas sei eine politische Kraft, unterschlage bewusst die Realität: ein Regime, das seit dem Putsch von 2007 in Gaza Wahlen verhindert, Opposition unterdrückt und eine brutale Einparteienherrschaft etabliert hat.

Die Fakten sprechen für sich: Hamas ist von den USA, Großbritannien und Kanada als Terrororganisation eingestuft. Selbst arabische Staaten haben sich zunehmend von der Bewegung distanziert, weil deren Politik die palästinensische Gesellschaft ins Verderben führt. Albanese blendet das alles aus. Für Israel, aber auch für viele Beobachter weltweit, ist das ein fatales Signal: Wer Gewalt hinter Zivilisten versteckt, kann dennoch auf internationale Diskurse hoffen, die ihn als „politischen Dienstleister“ behandeln.

Scharfe Reaktion aus Jerusalem

Die Reaktionen aus Israel ließen nicht lange auf sich warten. Außenminister Israel Katz erklärte, Albanese habe „jede Glaubwürdigkeit verloren“ und müsse „sofort entlassen werden“. Innenminister Moshe Arbel kündigte an, Albanese werde weder nach Israel noch in die palästinensischen Gebiete einreisen dürfen.

Auch jenseits der Parteigrenzen war die Empörung groß. Kritiker betonen, dass Albanese nicht zum ersten Mal mit einseitigen, antiisraelischen Positionen auffällt. Ihre Nähe zu pro-palästinensischen Aktivistennetzwerken, ihre mangelnde Differenzierung zwischen Terrorismus und politischem Widerstand sowie die bewusste Auslassung israelischer Opfer prägen seit Jahren ihr Mandat.

Israel sieht sich dadurch in einer absurden Lage: Während es um die Freilassung von Geiseln kämpft und die Bedrohung durch Raketen und Drohnen täglich real ist, versucht eine UN-Mandatsträgerin, die Täterseite in ein milderes Licht zu rücken.

Das Problem der Vereinten Nationen

Der Fall Albanese ist kein Einzelfall, sondern symptomatisch für ein tiefer liegendes Problem. Israel hat seit Langem ein gespanntes Verhältnis zum UN-Menschenrechtsrat, der mit einer Reihe von Sonderberichterstattern fast ausschließlich Israel unter die Lupe nimmt. Kritiker werfen dem Gremium vor, es habe den Anspruch der Neutralität längst verloren und diene allzu oft als Plattform für politische Kampagnen gegen den jüdischen Staat.

Die Forderung der Jerusalem Post ist deshalb klar: Albanese müsse ersetzt werden – nicht durch eine Person, die Israel bedingungslos stützt, sondern durch jemanden, der fähig ist, unparteiisch zu arbeiten. Nur so könne die UN ein Mindestmaß an Glaubwürdigkeit zurückgewinnen.

Ein moralischer Test

Am Ende geht es nicht nur um Francesca Albanese. Es geht um die Glaubwürdigkeit internationaler Institutionen. Wenn die UN zulässt, dass Terrororganisationen rhetorisch reingewaschen werden, untergräbt sie die eigenen Grundsätze. Wer Menschenrechte verteidigen will, darf nicht diejenigen entschuldigen, die sie mit Füßen treten.

Für Israel ist die Sache eindeutig: Wer Hamas eine politische Maske aufsetzt, betreibt gefährliche Realitätsverleugnung. Für die Vereinten Nationen bleibt nun die Frage, ob sie bereit sind, die Konsequenzen zu ziehen.

Titelbild: Francesca Albanese bei einer „Notfall-Konferenz Palästina“ im Juli 2025 in Bogotá. Foto: Fotografía oficial de la Presidencia de Colombia / Public domain

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