
Razzia in Ramallah: Israelische Streitkräfte beschlagnahmen Terrorgelder für die Hamas
RAMALLAH, 28.08.2025 (NH) – Das israelische Militär (IDF) hat in Zusammenarbeit mit dem Inlandsgeheimdienst Shin Bet Terrorrazzien in der palästinensischen Metropole Ramallah durchgeführt. Israelische Soldaten durchsuchten eine vermeintliche Geldwechselfirma, die tatsächlich genutzt wurde, um Gelder an die Terrororganisation Hamas zu überweisen. Die IDF konnte Hunderttausende Schekel beschlagnahmen und fünf gesuchte Terroristen verhaften. Die Verdächtigen wurden für weitere Verhöre an den Shin Bet überstellt.
Terrorgelder und gesuchte Terroristen ausfindig gemacht
Der israelische Armeesprecher hat bekannt gegeben, dass Truppen der Binjamin-Brigade zusammen mit Kämpfern der Eliteeinheit Duvdevan, der Grenzpolizei von Judäa und Samaria, dem Zentralen Militärgeheimdienst sowie dem Inlandsgeheimdienst die Anti-Terror-Operationen in der palästinensischen Stadt durchführten.
Laut Militär fügt sich die Operation in eine breite Reihe von Anti-Terror-Aktivitäten ein, die im sogenannten Westjordanland (biblisch: Judäa und Samaria) durchgeführt werden. Mit den Razzien und Militäraktionen erhofft sich Israels Verteidigungsestablishment, das Wirtschaftssystem palästinensischer Terrororganisationen zu schädigen und so geplante Anschläge gegen den Staat Israel rechtzeitig zu unterbinden.

Sicherheitsestablishment warnt vor neuen Horrorszenarien
Die Terrorrazzien finden vor dem Hintergrund der Warnung des israelischen Sicherheitsapparats statt, dass der kommende Monat für den jüdischen Staat ein „Horrorszenario” ähnlich dem 7. Oktober darstellen könnte. Grund dafür könnte die mögliche Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Europa sein. In Israels Generalstab spalten die verschiedenen Kampfarenen die Geister. So soll es laut Armeequellen heftige Spannungen zwischen der IDF und dem Führungsstab über die Kräfteverteilung zwischen dem Süden und dem Zentrum des Landes geben.
Während sich das Südkommando auf die Eroberung von Gaza-Stadt konzentriert, fordert das Zentralkommando, die Streitkräfte in Judäa und Samaria zu verstärken, da nach einer möglichen Anerkennung eines Palästinenserstaates durch die EU Gewaltausbrüche befürchtet werden. Hochrangige Militäranhänger des Zentralkommandos warnen, dass „die eventuelle Freude oder gar Enttäuschung über eine (Nicht-)Anerkennung der EU eine Kette von Angriffen auf Soldaten und Zivilisten auslösen könnte – in Judäa und Samaria sowie tief im israelischen Territorium.“
Offiziere des Zentralkommandos beklagen, dass sich der Generalstab zum jetzigen Zeitpunkt auf den Süden des Landes und den Gazastreifen konzentriert. Das Zentralkommando warnte wiederholt, dass, falls der Front im Zentrum Israels nicht erhebliche Kräfte zugewiesen werden, Terrorinfiltrationen und -anschläge auf Städte und Siedlungen, ähnlich den Ereignissen vom 7. Oktober, drohen könnten.
Titelbild: Israelische Sicherheitskräfte stürmen die Stadt Ramallah, in der die Palästinensische Autonomiebehörde ihren Sitz hat. Foto: Flash90