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Palästinenserflagge ja, israelische Fahnen nein: Antisemitische Hetze bei internationalem Schachturnier-Skandal

JERUSALEM, 14.09.2025 (NH) – Sieben israelische Schachspieler haben ihre Teilnahme an dem jährlichen internationalen Schachturnier in Spanien zurückgezogen. Dies geschah, nachdem die Israelis von den Organisatoren schikaniert worden waren. Der spanische Schachpräsident Federico Marin veröffentlichte sogar massive antiisraelische Hetze auf X (ehemals Twitter): „Hoffen wir, dass wir Glück haben und keiner von ihnen auftaucht.“ Die israelische Delegation nannte die Sanktionen der Veranstalter einen „gefährlichen politischen Schachzug, der dem Sport weltweit schadet”.

Das Turnier wird zur antisemitischen Plattform

Das bekannte Schachturnier in der baskischen Stadt Sestao dauert etwa eine Woche und gilt als eines der ältesten Turniere Spaniens. In diesem Jahr findet der Wettkampf zum 40. Mal statt. Es wird erwartet, dass 235 Schachspieler und zahlreiche internationale Meister an dem traditionellen Turnier teilnehmen.

Jetzt, nur einen Tag vor Beginn des internationalen Schachturniers, veröffentlichten die sieben Israelis ihre Absage, obwohl sich das israelische Team bereits in der spanischen Turnierstadt befindet. Dies geschah, nachdem der Schachwettbewerb aufgrund der diskriminierenden Schikanen gegen die israelischen Wettkämpfer durch die Organisatoren internationale Schlagzeilen gemacht und Spanien sich entschieden hatte, das Turnier als Instrument zur Delegitimierung Israels und zur Ermutigung von Antisemitismus zu nutzen.

Keine Sicherheitsvorkehrungen und eine Palästina-Fahne

Die israelische Delegation berichtet, dass einige ihrer Wettkämpfer nicht, wie zunächst angekündigt, in einem Hotel mit Privatzimmern, sondern in einer Gemeinschaftsunterkunft untergebracht wurden. Die neue Unterkunft befand sich sogar in einer anderen Stadt. Außerdem wurde die israelische Delegation darauf hingewiesen, dass die Veranstalter ihnen trotz drohender anti-israelischer Demonstrationen in den kommenden Tagen keine Sicherheit bieten könnten. Federico Marin, der Präsident des spanischen Schachclubs, hatte in den sozialen Netzwerken sogar verlauten lassen, er hoffe, „dass keiner von ihnen (Israelis) auftaucht”.

Außerdem beschlossen die Organisatoren des Schachturniers, den Spielern aus dem Heiligen Land nicht zu erlauben, die israelische Flagge zu zeigen. Die Spanier entschieden sich für diesen antisemitischen Schritt, obwohl die Weltschachorganisation allen Teilnehmern erlaubt hatte, ihre Fähnchen an den Tischen zu befestigen – auch die israelische Fahne. Nach massivem Druck beschlossen die spanischen Organisatoren, dass keine Flaggen der am Wettbewerb teilnehmenden Länder gehisst werden dürften – mit Ausnahme der palästinensischen Flagge als Zeichen der Solidarität und wegen des Völkermords, der angeblich in Gaza verübt wird. Die Entscheidung brachte das Fass zum Überlaufen und die israelische Delegation sagte ihre Teilnahme ab.

Der Schachpräsident twitterte antiisraelische Hetze: "Israelische Spieler ziehen sich aus Sestao zurück. Hoffen wir, dass wir Glück haben und keiner von ihnen auftaucht.
Der spanische Schachpräsident twittert unverhohlen antiisraelische Hetze: „Israelische Spieler ziehen sich aus Sestao zurück. Hoffen wir, dass wir Glück haben und keiner von ihnen auftaucht. Für Samstag und Sonntag sind bereits Demonstrationen gegen Israel angekündigt.“

Israelis ziehen sich aus Wettbewerb zurück

„Angesichts der unmöglichen Situation und der mangelnden Wahl, die die Organisatoren gelassen haben, haben die israelischen Schachspieler einstimmig beschlossen, nicht zu der Veranstaltung zu erscheinen“, erklärte der Vertreter der israelischen Schachspieler, Lior Eisenberg, gegenüber den Medien. „Das Risiko für die Sicherheit und Gesundheit der Spieler bei der Veranstaltung ist zu groß, wenn die Organisatoren sich nicht darum kümmern wollen und auch noch zu Demonstrationen während der Tage des Festivals ermutigen, die heute gewalttätig sein könnten. Das ist eine Schande für die Schachindustrie und den Sport im Allgemeinen.“

Titelbild: Der Schachpräsident twitterte antiisraelische Hetze: „Israelische Spieler ziehen sich aus Sestao zurück. Hoffen wir, dass wir Glück haben und keiner von ihnen auftaucht. Für Samstag und Sonntag sind bereits Demonstrationen gegen Israel angekündigt.“ Foto: Screenshot Twitter

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