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Boykottaufrufe gegen Israel bei der WM bleiben ohne Wirkung

JERUSALEM, 15.06.2026 (NH) – Während die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika die Massen begeistert, haben aktivistische Gruppen erneut versucht, das Sportereignis für ihre politische Agenda zu instrumentalisieren. In Toronto entrollten Demonstranten ein riesiges Banner mit der Aufschrift „Kick Israel out of FIFA“ über dem offiziellen WM-Logo, um Aufmerksamkeit zu erregen. Doch die Realität vor Ort zeigt: Die Versuche, Israel zu delegitimieren, stoßen bei den Verantwortlichen und vielen Fans auf wenig Resonanz.

Politisierung des Sports

Die Proteste in Kanada wurden von Gruppen organisiert, die der FIFA eine „Doppelmoral“ vorwerfen und den Ausschluss Israels aus dem Weltverband fordern. Dabei schrecken die Aktivisten nach Ansicht ihrer Kritiker nicht davor zurück, den Sport als Bühne für einseitige Anschuldigungen zu nutzen. Besonders bezeichnend ist die Reaktion der FIFA. Der Weltverband ignorierte die Forderungen der Demonstranten und veröffentlichte keine offizielle Stellungnahme zu der Aktion. In israelischen Medien wurde der Protest als „abstoßend“ bezeichnet und als weiterer Versuch gewertet, die FIFA unter politischen Druck zu setzen. Dieser Versuch blieb jedoch ohne erkennbare Folgen.

Gegendemonstration als Zeichen der Solidarität

Abseits der lautstarken Boykottaufrufe gab es auch Momente der Solidarität und Verbundenheit. Vor dem Spiel zwischen den USA und Paraguay kam es zu einer bemerkenswerten Szene. Ein iranischer Regimegegner schwenkte die israelische Flagge gemeinsam mit der historischen iranischen Flagge, die den Löwen und die Sonne zeigt. Die symbolträchtige Aktion unterstrich die Unterstützung für Israel, die nach Ansicht vieler Beobachter über nationale, ethnische und religiöse Grenzen hinausreicht. Inmitten der politisch aufgeheizten Atmosphäre setzte die Geste einen Kontrast zu den Boykottforderungen und wurde von anwesenden Unterstützern positiv aufgenommen.

Israels Platz in der Weltgemeinschaft bleibt gesichert

Trotz der Bemühungen von Funktionären wie Jibril Rajoub, dem Vorsitzenden des palästinensischen Fußballverbandes, Israel auf internationaler Ebene zu isolieren, sieht sich die Gegenseite selbst mit Schwierigkeiten konfrontiert. So wurde Rajoub Berichten zufolge das Visum für die Einreise in die USA verweigert, wodurch seine Teilnahme an offiziellen WM-Terminen verhindert wurde. Viele Beobachter und Kommentatoren in Israel betonen, die Proteste würden häufig nur von vergleichsweise kleinen Gruppen getragen und repräsentierten nicht die Mehrheit der Fußballfans. Die Weltmeisterschaft zeige vielmehr, dass der Sport die Kraft habe, Menschen zu verbinden, sofern er nicht zum Instrument politischer Ausgrenzung gemacht werde.

Die gescheiterten Boykottaufrufe in Toronto dürften daher von vielen Unterstützern Israels als weiteres Zeichen dafür gewertet werden, dass Versuche einer internationalen Isolation des jüdischen Staates weiterhin auf begrenzte Unterstützung stoßen.

Titelbild: Pro-palästinensische Aktivisten zeigen während der Fußball-Weltmeisterschaft Boykottaufrufe gegen den jüdischen Staat. Foto: Screenshot aus einem Instagram-Video.

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