
„Wir bereuen den 7. Oktober nicht“ – Hamas-Funktionär erklärt, wie die Anerkennung eines Palästinenserstaates das Ergebnis der Massaker ist
JERUSALEM, 28.09.2025 (NH) – Fast drei Wochen nach dem missglückten Eliminierungsversuch Israels an den höchsten Hamas-Führern in Katar hat sich Ghazi Hamad, einer der hochrangigsten Mitglieder des politischen Flügels der Hamas, den Kameras von CNN gestellt. In einem umfassenden Interview enthüllte der Hamas-Funktionär nicht nur, wie er und die anderen hochrangigen Persönlichkeiten, die im Visier der israelischen Luftwaffe standen, den Angriff überlebten, sondern glorifizierte auch das Massaker vom 7. Oktober 2023. Er lobte, dass der Angriff „eine goldene Gelegenheit für einen palästinensischen Staat geschaffen hat”. „Die jüngste Anerkennung eines palästinensischen Staates ist das Ergebnis der Angriffe der Hamas vom 7. Oktober.“
Massaker schaffen Gelegenheit für Palästinenserstaat
Nach der Rede des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu vor den Vereinten Nationen am Freitag, in der er eine Anstecknadel mit einem Barcode präsentierte, der zu einer Website führt, auf der die Gräueltaten der Hamas detailliert dokumentiert sind, ging Ghazi Hamad auf die Verbrechen der Hamas ein und behauptete, die Terrororganisation habe nur militärische Ziele angegriffen und „nie die Absicht gehabt, Zivilisten zu entführen”. „Verstehen Sie jetzt den Nutzen des 7. Oktobers?”, wetterte der Topterrorist vor den Kameras des amerikanischen multinationalen Nachrichtenmedienunternehmens. „Schauen Sie sich die UNO an: 194 Menschen haben ihre Augen geöffnet und verfolgen die Schrecken in Gaza und die Brutalität Israels. Sie verurteilten Israel. Dies ist eine einmalige Gelegenheit, die Geschichte zu verändern. Ich weiß, dass die Menschen in Gaza leiden, aber was ist die Alternative?”
Auf Videos, die Demonstranten im Gazastreifen zeigen, wie sie die Hamas auffordern, ihre Macht abzugeben, ging der Terrorist nicht ein. Stattdessen gab er Israel die Schuld an der humanitären Krisensituation in der Enklave. „Die Situation vor Ort ist wegen Israel kompliziert. Unser militärischer Flügel ist eine legitime und legale Waffe. Wir kämpfen gegen die Besatzung. Es ist unmöglich, die Hamas von Palästina zu trennen. Wir werden eine positive Rolle in ihrer Zukunft spielen. Wir werden uns niemals ergeben.“ Auf die Frage, ob die Terrororganisation die israelischen Geiseln in Gaza-Stadt als menschliche Schutzschilde benutze, erklärte Hamad, die Terrororganisation handle nach den Regeln des Islam.

Im Schatten des Attentats – die US-Unterhändler haben ihre Glaubwürdigkeit verloren
Ghazi Hamad war am 9. September eines der Ziele der israelischen Luftwaffe in Doha, Katar. Im Rahmen der Operation „Peak of Fire” versuchte Israel, den Hamas-Aktivisten und weitere hochrangige Funktionäre zu eliminieren – jedoch ohne Erfolg. Der missglückte Tötungsversuch wurde weltweit scharf verurteilt. Hamad sieht seine Rettung als „Gnade Allahs”. „Wir überlebten trotz der Intensität des Beschusses, der schrecklich war – etwa zwölf Raketen fielen in weniger als einer Minute. Ich denke, es ist ein Wunder, denn die Raketen waren sehr nah bei uns. Sie waren direkt auf das Gebäude gerichtet, aber wir waren nicht an dem Ort, der angegriffen wurde. Wir waren in einem anderen Gebäude“, so Hamad. Laut dem Terroristen solle das versuchte Attentat eine direkte Botschaft Israels an die Terrororganisation und Katar sein, dass die israelische Regierung kein Interesse an den Geiselverhandlungen habe. Aufgrund der israelischen Militäroperation befinden sich die Gespräche jetzt in einer Sackgasse.
Auf die Frage nach dem amerikanischen Vorschlag zur Beendigung des Krieges, welcher die Freilassung aller Geiseln binnen 48 Stunden im Austausch gegen die Freilassung Tausender Terroristen vorsieht, behauptete der hochrangige Terrorist, die Terrororganisation sei zwar zu einem solchen Geiseldeal bereit, Israel jedoch nicht. Laut Hamad habe es jedoch seit dem Attentat in Katar keine Verhandlungen mit dem US-Präsidenten gegeben, der „grünes Licht” für den versuchten Mord an ihm durch Israel gegeben haben soll. Der Terrorist behauptet, Trumps Handlungen hätten dazu geführt, dass die an den Verhandlungen beteiligten US-Unterhändler „ihre Glaubwürdigkeit verloren haben”.
Titelbild: Palästinensische Hamas-Kämpfer beten während einer antiisraelischen Militärparade im südlichen Gazastreifen. Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90