
Die Region Jenin gilt weiterhin als Terrorhochburg – Militäroperationen zielen darauf ab, die Terrorzellen zu vernichten
JERUSALEM, 05.11.2025 (NH) – Das palästinensische Informationszentrum „Ma’an“ hat allein im vergangenen Oktober 356 „Widerstands“-Aktivitäten im sogenannten Westjordanland und Jerusalem dokumentiert. Dem besorgniserregenden Bericht zufolge wurden bei den gewalttätigen Angriffen nicht nur Sicherheitskräfte, sondern auch israelische Zivilisten verletzt. Bei den als „Volksaktivitäten” bezeichneten Terroranschlägen handelt es sich um Stein- und Molotowcocktail-Attacken sowie um Angriffe auf Siedlerfahrzeuge, Schussangriffe und Sprengstoffanschläge. An vorderster Front der Terroraktivitäten stehen die palästinensischen Städte Jenin und Tubas.
Widerstands- und Volksaktivitäten
Das palästinensische Informationszentrum Ma’an berichtet von 356 „Widerstands”-Aktivitäten, darunter 332 Gewalttaten und Ausschreitungen, die im Oktober in Judäa, Samaria und Jerusalem als „Volkswiderstand” eingestuft wurden. Bei näherer Betrachtung der Statistik fällt auf, dass im vergangenen Monat 16 Explosionen verübt wurden, davon neun in der Gegend von Jenin und drei in der Gegend von Tubas. Außerdem gab es acht Schussangriffe und einen Angriff mit einem Fahrzeug auf Soldaten an einem Kontrollpunkt in der Nähe des Dorfes Beit Ur al-Foqa westlich von Ramallah. In der Kategorie der verharmlosten „Volksaktivitäten” wurden Zusammenstöße mit Soldaten, 237 Steinwürfe, fünf Zwischenfälle mit Molotowcocktails und Feuerwerkskörpern, 13 Angriffe auf Siedlerfahrzeuge, 57 Attacken auf jüdische Siedler sowie 20 gewalttätige Demonstrationen aufgelistet.
Zu den schwersten Vorfällen zählt ein koordinierter Hinterhalt am 28. Oktober in Jenin, das seit Jahren als eines der gefährlichsten Terrornester in Judäa und Samaria bekannt ist. Drei bewaffnete Terroristen griffen israelische Streitkräfte an, wurden jedoch bei dem darauffolgenden Schusswechsel getötet. Die meisten Angriffe fanden in Nablus (Sichem) mit 101 Attacken, in Ramallah mit 73 Anschlägen und in der Terrorhochburg Jenin mit 37 Terroraktivitäten statt. Weitere Gewaltakte wurden in Hebron, Jerusalem, Bethlehem, Tulkarm, Qalqilya, Tubas und Salfit verzeichnet. Laut der Terrorstatistik wurden im Laufe des vergangenen Monats 15 Palästinenser getötet und 87 verletzt.
Anti-Terror-Missionen in Judäa und Samaria
Im Schatten des jüngsten Gazakriegs nahm der israelische Sicherheitsapparat auch das Terrornest Jenin ins Visier. Ziel der massiven Anti-Terror-Razzia war es, die im Laufe der Jahre in der Region entstandenen terroristischen Zellen auszurotten. In den vergangenen Monaten führten israelische Streitkräfte jede Nacht offensive Aktivitäten durch: von Verhaftungen und der Zerstörung der Häuser schuldiger Terroristen bis hin zur Beschlagnahmung von Waffen, Geldwäschereien und der Vernichtung von Terrorlaboren. Obwohl es sich um eine Sisyphusarbeit handelt, ist sich der Militärapparat der Notwendigkeit bewusst, jegliche Terrornetzwerke auszumerzen und sie „entwurzeln, bevor sie Wurzeln schlagen”.
Titelbild: Israelische Sicherheitskräfte in Jenin. Die Soldaten kämpfen gegen eine anhaltende Welle palästinensischer Terroraktivitäten in Judäa, Samaria und Jerusalem. Foto: Armeesprecher