
Israelisches Militär erhöht Alarmbereitschaft im Norden massiv
JERUSALEM, 02.12.2025 (NH) – Der Kommandeur des israelischen Nordkommandos, Generalmajor Rafi Milo, hat israelische Militärstandorte entlang der Grenze zu Syrien und dem Libanon besucht. Zusammen mit hochrangigen Feldkommandanten führte der Armeechef eine aktuelle Lageeinschätzung auf den Golanhöhen durch. „Wir können nicht warten, bis der Feind angreift – wir müssen proaktiv sein.”
Versuche, der Zivilbevölkerung zu schaden, werden zerschlagen
Im Gespräch mit den aktuell an der Nordgrenze stationierten Kämpfern forderte der Militärkommandeur „höchste Alarmbereitschaft“: „Die Truppen sind auf einem hohen Einsatzniveau und in der Verteidigung auf die Entwicklungen in den Regionen Syrien und Libanon vorbereitet.“ Der Generalmajor hob hervor, dass die verschiedenen Operationen der Armeebrigaden die Bedeutung proaktiver Aktivitäten zur Terrorismusbekämpfung in der Sicherheitszone unterstreichen und den Wert der Vorwärtsverteidigung zeigen. „Wir werden nicht zulassen, dass sich Terrorismus an unseren Grenzen etabliert. Wir werden weiterhin mit Entschlossenheit und Initiative handeln, um Bedrohungen und Versuche, die Zivilbevölkerung des Staates Israel zu schädigen, zu beseitigen – noch bevor sie sich entwickeln.“ Die Armeekoryphäe versprach, das israelische Militär werde sich stets schützend und verteidigend zwischen die Bewohner des Landes und deren Feinde stellen.

Erhöhte Alarmbereitschaft nach Anschlag auf Hisbollah-Chef
Nach dem jüngsten Attentat auf den Generalstabschef der Hisbollah führte das Sicherheitsestablishment detaillierte Lageeinschätzungen durch. Angesichts drohender Hisbollah-Racheakte intensiviert das Militär sein Luftverteidigungssystem und setzt seine Antiterroroperationen im Südlibanon fort, um eine Rehabilitation der Terrororganisation zu verhindern.
Mögliche Reaktionsszenarien der Hisbollah könnten neben direkten Raketenangriffen aus dem Libanon auch Bombardements der jemenitischen Huthi-Milizen sein. Weiterhin könnten Infiltrations- oder Überfallversuche auf israelisches Gebiet oder Armeestützpunkte auf der Tagesordnung stehen.
Bereits in der vergangenen Woche besuchte der israelische Generalstabschef Generalleutnant Eyal Zamir die Truppen und versprach, die Armee werde ihre Aktivitäten in allen Bereichen auch nach zwei Jahren Krieg fortsetzen und habe die Lehren aus den Debriefings vom 7. Oktober gezogen: „Das israelische Militär ist stärker und besser auf die nächste Kampagne vorbereitet!”
Titelbild: Generalmajor Rafi Milo bei einer Lagebesprechung auf den Golanhöhen. Foto: IDF-Sprecher