
Ernsthafter Vorfall: Soldat schläft ein und wird während einer Operation in Jenin vergessen
JERUSALEM, 10.12.2025 (NH) – Ein Kämpfer der Menasche-Elitekommandobrigade ist während eines Anti-Terror-Einsatzes im palästinensischen Dorf Qabatiya in der Jenin-Region in Nordsamaria in einem Gebäude vergessen worden. Der ernsthafte Vorfall wurde am Montag bekannt gegeben. Demnach wurde der Soldat aufgrund einer falschen Berichterstattung in dem Ort zurückgelassen. Der Vorfall führte zu erheblichen Strafen und scharfer Kritik durch das höhere Kommando.
Ernster Vorfall mit schweren Strafen
Der israelische Armeesprecher teilte mit, die Truppe nahm an, der Kämpfer sei im Team. Tatsächlich war der junge Mann in einem verlassenen Gebäude eingeschlafen und dann von seinen Kameraden zurückgelassen worden. Der Soldat wachte von selbst auf, erkannte, dass er allein war, und schaffte es nach etwa 40 Minuten, sich der militärischen Truppe in der Gegend anzuschließen.
Es sei darauf hingewiesen, dass die meisten terroristischen Aktivitäten in Judäa und Samaria im Raum Jenin stattfinden. Laut der israelischen Armee (IDF) sind die führenden Terrorgruppen in Jenin die Hamas und der Islamische Dschihad, die von ihren Mutterorganisationen in Gaza bzw. im Iran gesponsert werden. In Jenin sind auch Vertreter kleinerer Organisationen wie der Widerstandskomitees und anderer aktiv. Eine weitere bedeutende Kraft sind jedoch die unabhängigen Terroristenbanden.
Nicht der erste gravierende Fehler
Der Militärapparat nimmt den ungewöhnlichen Vorfall sehr ernst. Das Geschehen wurde sofort den Kommandanten gemeldet und eine Untersuchung durch den Einheitskommandeur und den Kommandeur der Kommandobrigade durchgeführt. Angesichts der schwerwiegenden Umstände wurden der Truppführer und die beiden an dem Vorfall beteiligten Soldaten zu einigen Tagen Haft im israelischen Militärgefängnis verurteilt. Auch der Besatzungskommandeur wurde vor Gericht gestellt und in Haft geschickt. Der Zugführer wurde zu einem Gespräch mit dem Kommandeur der 98. Division vorgeladen. Es wurde ermittelt, dass es sich um einen ernsten Vorfall handelte, der nicht dem Standard entsprach, den man von Soldaten und Kommandeuren der IDF, insbesondere in einer Spezialeinheit, erwartet.
Bereits im vergangenen Mai wurde ein Soldat der Yahalom-Einheit im Gazastreifen nach einer operativen Aktivität vergessen. Er schaffte es allein bis zur Gaza-Grenze und schloss sich dort einer Golani-Truppe an. Der Armeesprecher reagierte damals auf den Vorfall: „Während seiner Rückkehr ins Gebiet blieb der IDF-Soldat etwa 40 Minuten allein im Gazastreifen. Er erreichte das Gebiet, in dem andere IDF-Kräfte stationiert waren, und schloss sich ihnen an. Dies ist ein ernster Vorfall, der untersucht wird und aus dem Lehren gezogen werden.“
Titelbild: Armeetruppen bei Antiterroreinsätzen in der Region um Jenin. Die palästinensische Stadt ist als gefährliche Terrorhochburg bekannt. Foto: Armeesprecher der IDF