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Kibbutz Be’eri beschließt Abriss aller durch das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023 beschädigten Gebäude – mit Ausnahme eines Hauses

JERUSALEM 10.12.2025 (LS) – Nach der massiven Zerstörung durch die Invasion der Hamas am 7. Oktober 2023 hat der Kibbuz Be’eri entschieden, fast alle betroffenen Häuser abzureißen. Mitglieder der Gemeinde stimmen damit einem tiefgreifenden Wiederaufbau- und Neuanfangsplan zu. Ein einzelnes Haus soll als Mahnmal für die Zerstörung und das Blutvergießen des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023 erhalten bleiben.

Ofer Gitai, Direktor der Gemeinde Be’eri, erklärte: „Zwischen dem Wunsch, voranzukommen, und der Verpflichtung, Zeugnisse für künftige Generationen zu hinterlassen, haben wir einen Weg gewählt, der beides ermöglicht.“

Entscheidung für konsequenten Neuanfang

Die Mitgliederversammlung des Kibbuz stimmte mit überwältigender Mehrheit für den Abriss der beschädigten Wohnhäuser. Der Beschluss sieht vor, alle bei dem Terrorangriff beschädigten Häuser abzureißen – nur ein einzelnes Haus bleibt erhalten. Der Schritt wird als notwendig erachtet, um psychologische Belastungen zu minimieren und einen klaren Schnitt mit der Vergangenheit zu ermöglichen. Der Wiederaufbau soll nach einem neuen, modernisierten Plan erfolgen, der Sicherheit, ein neues architektonisches Konzept und gemeinsame Infrastruktur in den Mittelpunkt stellt.

Zerstörung in einem Haus im Kibbuz Be‘eri nach dem Hamas-Massaker vom 7.  Oktober. Foto: Moshe Shai/Flash90

Der Hamas-Angriff im Oktober 2023 hatte den Kibbuz schwer getroffen: Viele Häuser waren beschädigt, unbewohnbar oder zerstört worden. Der Abrissbeschluss signalisiert, dass die Bewohner nicht nur temporär reparieren wollen, sondern eine vollständige Neuplanung ihres Wohnumfelds als langfristige Lösung sehen. Damit beginnt ein Prozess des Wiederaufbaus auf neuen Grundlagen — mit der Hoffnung auf Stabilität, Sicherheit und eine neue Gemeinschaftsstruktur.

Auf dem Grundstück der ermordeten Bewohnerin Pessi Cohen im Kibbuz Be’eri werden neue Häuser gebaut. Foto: Kibbutz Be’eri Spokesperson’s Office
Erinnerung bewahren

Von den 1.200 Menschen, die Hamas-Terroristen vor zwei Jahren am 7. Oktober entlang der israelischen Seite der Grenze zum Gazastreifen getötet haben, waren 102 Bewohner des Kibbuz Be’eri, was etwa einem Zehntel der Gemeinde entspricht. Die Angreifer entführten außerdem 30 Bewohner in den Gazastreifen. Die entführten Kibbuzbewohner, sowohl die Lebenden als auch die Ermordeten, sind inzwischen alle zurückgebracht worden.

Für die Kibbuzmitglieder bedeutet der Beschluss nicht nur materiellen, sondern auch psychischen Neuanfang. Gitai erklärte, dieser Schritt trage dazu bei, „die Erinnerung an die Ereignisse im Oktober zu bewahren, und zwar in einer Weise, die die von der Gemeinschaft selbst gewählte Darstellung respektiert und ihr die vollständige Kontrolle über die Geschichte überlässt“.

Das erhaltene Gebäude wird zusammen mit Dokumenten, Bildmaterial und Gegenständen Teil des Zeugnisses der Gemeinde sein.

Titelbild: Ein Bulldozer zerstört ein bei dem Massaker vom 7. Oktober im Kibbuz Be’eri beschädigtes Haus. Foto: Oren Cohen/Flash90

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