zurück zu Aktuelles

Außenminister Gideon Sa’ar ruft jüdische Diaspora angesichts wachsender antisemitischer Bedrohungen zur Alija auf

JERUSALEM 24.12.2025 (LS) – Während des Chanukka-Festes richtete Außenminister Gideon Sa’ar beim Kerzenanzünden in Rischon LeZion einen öffentlichen Appell an jüdische Gemeinschaften außerhalb Israels und sprach offen über die wachsenden Sicherheitsrisiken für Juden weltweit. Seine Worte fielen in eine Zeit, in der antisemitische Gewalt und Bedrohungen in mehreren Ländern stark zugenommen haben.

Sa’ar verband seinen Aufruf zur Alija (Einwanderung nach Israel) mit konkreten Ereignissen der letzten Wochen und Monate, die jüdische Gemeinden in der Diaspora erschüttert haben und international Aufmerksamkeit erregten.

Wachsender Antisemitismus

Während seiner Rede nannte Außenminister Sa’ar insbesondere Europa, Australien und Nordamerika als Regionen, in denen sich die Sicherheitslage für jüdische Gemeinschaften spürbar verschlechtert habe. Er erklärte, Juden in diesen Ländern seien verstärkt mit Feindseligkeit, Bedrohungen und gewalttätigen Übergriffen konfrontiert.

„Im vergangenen Jahr haben wir uns intensiv für die Bekämpfung des weltweit zunehmenden Antisemitismus eingesetzt“, erklärte Sa’ar. „Im Mai habe ich hier in Jerusalem eine große internationale Konferenz zu diesem Thema einberufen. Wir haben von ausländischen Regierungen verlangt, konkrete Maßnahmen gegen den neuen Antisemitismus zu ergreifen. Nur wenige sind dieser Aufforderung nachgekommen. Die meisten haben eine ungebremste Zunahme des offenen Antisemitismus in der Öffentlichkeit zugelassen.“

Sa’ar stellte die Alija als eine reale Option dar, über die Juden in der Diaspora nachdenken sollten, wenn sie ihre persönliche und familiäre Zukunft planen. Er betonte dabei die Rolle Israels als jüdischer Staat und als Ort, der Juden Schutz, Zugehörigkeit und nationale Selbstbestimmung biete. Der Außenminister erklärte, die Entscheidung für eine Alija habe nicht nur eine individuelle, sondern auch eine historische und identitätsbezogene Bedeutung.

Terroranschlag in Sydney

Sein Aufruf erfolgte vor dem Hintergrund konkreter antisemitischer Gewaltakte, darunter der Terroranschlag bei einer Chanukka-Feier am Bondi-Strand in Sydney im Dezember 2025. Bei dem Angriff wurden zahlreiche Teilnehmer verletzt und getötet, darunter ältere Menschen und Kinder, die an der öffentlichen jüdischen Feier teilnahmen.

Internationale Reaktionen auf den Anschlag reichten von Beileidsbekundungen bis zu politischen Ankündigungen, jüdische Einrichtungen besser zu schützen. Dennoch wurde der Vorfall von vielen als Symbol für eine breitere Entwicklung wahrgenommen: öffentliche jüdische Veranstaltungen geraten zunehmend ins Visier von Gewalt, selbst in Ländern, die lange als sicher galten.

„Wir erwarten euch hier mit offenen Armen und voller Liebe in der wahren Heimat des jüdischen Volkes“, erklärte der Außenminister.

„Warum solltet ihr eure Kinder in dieser Atmosphäre großziehen? Kommt mit euren Familien in das Land unserer Vorfahren, in den Staat Israel, wo die Juden der ganzen Welt gezeigt haben, was jüdische Selbstverteidigung bedeutet. Die Zeit ist gekommen“, schloss er.

Titelbild: Israels Außenminister Gideon Sa’ar. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Weitere News aus dem Heiligen Land