
Bewaffnete Beduinen verkleiden sich als Soldaten und überfallen Juwelier in der Nähe von Hebron
JERUSALEM, 14.01.2026 (NH) – Ein Trupp maskierter und als israelische Soldaten verkleideter Verdächtiger hat ein Schmuckgeschäft in Dahariyah in der Nähe von Hebron überfallen. Die Täter waren hochbewaffnet und fuhren ein Sicherheitsfahrzeug mit israelischem Kennzeichen. Zwei der Diebe konnten nach einer kurzen Verfolgungsjagd gestellt und verhaftet werden. Ein Teil des Schmucks wurde dem Ladenbesitzer zurückgegeben. Quellen bezeichnen den Vorfall als dramatische Eskalation, die die zunehmende Gesetzlosigkeit vor allem im Süden des Landes verdeutlicht: „Ein solches Gefährt mit ‚Kämpfern‘ in Uniform und taktischer Ausrüstung kann problemlos ins Herz von Tel Aviv, Be’er Sheva oder Jerusalem gelangen, ohne gestoppt zu werden!”
Raub in taktischer Militäruniform
Laut Polizeiaussagen trafen die drei Verdächtigen in einem als Sicherheitsfahrzeug getarnten Fahrzeug mit Blaulicht im palästinensischen Dorf Dahariya ein. Sie trugen israelische Militäruniformen, Helme, kugelsichere Westen und Maschinengewehre. Am Tatort begannen die Verdächtigen, die Bewohner und Geschäftsinhaber zu terrorisieren. Kurz darauf brachen sie in ein palästinensisches Juweliergeschäft ein und raubten den gesamten Schmuck. Unmittelbar danach flohen die Diebe Richtung Süden. Sie konnten jedoch innerhalb kurzer Zeit in einer gemeinsamen Operation der Bezirks- und Grenzpolizei von Judäa und Samaria sowie Spezialeinheiten der Armee und mit geheimdienstlicher Unterstützung der Einheit „Chez Jehuda”, zu Deutsch „Pfeil von Judäa”, ausfindig gemacht und in der Nähe des palästinensischen Dorfes Samu’a südlich von Hebron verhaftet werden.

Das Militär wiederholt: „Dies waren keine Soldaten“
Der gesamte Sicherheitsapparat agierte nach dem Vorfall sehr entschlossen, da zunächst die Sorge bestand, es könne sich tatsächlich um Soldaten handeln. Schnell wurde jedoch klar, dass es sich um verkleidete Räuber handelte. Bei den Verdächtigen konnten M16-Maschinengewehre und Handfeuerwaffen sichergestellt werden. Laut der israelischen Polizei handelte es sich um einen schweren bewaffneten Raubüberfall. Die Verkleidung als israelische Soldaten während des Überfalls ist jedoch ein neues Phänomen, das das Sicherheitsgefühl der Bürger auf palästinensischer und israelischer Seite erheblich beeinträchtigt. Auch nach der Verhaftung betonte das israelische Militär, die Diebe seien keine Soldaten gewesen.

Der Vorfall zeugt von Gesetzeslosigkeit
Die israelische, siedlerfreundliche Bewegung Regavim reagierte auf den schockierenden Vorfall: „Dies ist kein Raubüberfall – dies ist eine Version des 7. Oktober. Dieser Vorfall könnte sich morgen leicht zu einem Mord entwickeln und von dort aus in einen weißen Pick-up voller als IDF-Soldaten verkleideter Beduinen münden, die nach Beersheba oder Jerusalem rasen. Der Drohnenterror, der unter der Schirmherrschaft von Beduinenbanden aus dem Negev große Mengen an Waffen in den Staat Israel importiert, ist keine Luftbedrohung, sondern eine Vorbereitung auf ein solches Massaker. Es gibt keinen Unterschied zwischen Waffen für Gewaltverbrechen und Waffen für Terroraktivitäten!“
Titelbild: Ein neues, bedrohliches Phänomen – bewaffnete Räuber in taktischer Armeekleidung terrorisieren Bewohner. Foto: Video-Screenshot