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Vergiftete Datteln im Jordantal: Verdacht gegen israelische “Anarchisten“

JERUSALEM 29.01.2026 (LS) – Im Jordantal ist es zu einem schwerwiegenden Vorfall gekommen, bei dem mit giftigem Material gefüllte Datteln auf landwirtschaftlichen Weideflächen entdeckt wurden. Eine israelische Aktivistin steht im Verdacht, die Datteln gezielt ausgelegt zu haben. Die Polizei ermittelt, nachdem mehrere Bauern Anzeige erstattet haben und auch weitere Höfe ähnliche Funde meldeten.

Fund auf Weideflächen und polizeiliche Ermittlungen

Der Vorfall ereignete sich in der Nähe der Ortschaft Ro’i im Jordantal. Bauern bemerkten eine verdächtige Person, die sich auf ihren Weideflächen bewegte. Nachdem sie die Frau ansprachen, filmten sie sie, bevor sie den Bereich verließ. Kurz darauf entdeckten die Landwirte an den Stellen, an denen die Frau sich aufgehalten hatte, zahlreiche Datteln, die mit giftigem Material gefüllt waren.

Die Bauern reichten umgehend eine Beschwerde bei der Polizei ein. Die Verdächtige wurde festgenommen und verhört, später jedoch unter einschränkenden Auflagen wieder freigelassen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauern an. Die Frau gehört scheinbar den linksextremen sogenannten Anarchisten an, die gezielt in den umstrittenen Gebieten gegen jüdische Bewohner vorgehen.

Weitere Vergiftungsfälle und strafrechtliche Verfolgung

Nach Angaben von Landwirten wurden auf zwei weiteren Farmen im Jordantal ähnliche Vergiftungen festgestellt. Dort sollen Tiere und Vögel verendet sein, nachdem sie mit vergiftetem Material in Kontakt gekommen waren. Auch in diesen Fällen wurden Anzeigen bei der Polizei erstattet.

Anwalt Chaim Bleicher von der Organisation Honenu, die die betroffenen Bauern juristisch unterstützt, sprach von gezielten Angriffen auf landwirtschaftliche Betriebe. Er erklärte, radikale linke Aktivisten handelten aus ideologischen Motiven und nähmen dabei bewusst Gefahren für Tiere und Menschen in Kauf. Bleicher forderte die Sicherheitsbehörden auf, entschlossen gegen solche Taten vorzugehen und die Verantwortlichen strafrechtlich zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Vorfälle haben bei Bauern im Jordantal große Besorgnis ausgelöst. Sie warnen vor der Gefahr für Vieh, Wildtiere und Menschen, insbesondere Kinder, die sich in den betroffenen Gebieten aufhalten.

Titelbild: Blick auf das Jordantal vom Berg Sartaba aus. Foto: Yaniv Nadav/Flash90

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