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Liberman kritisiert humanitäre Hilfslieferungen nach Gaza – „Israelische Steuergelder finanzieren den Wiederaufbau der Hamas!“

JERUSALEM, 10.02.2026 (NH) – Der Vorsitzende der Partei Isra’el Beiteinu, Avigdor Liberman, hat bei seinem gestrigen Besuch am Gaza-Grenzübergang Kerem Schalom eindringlich vor einer Rückkehr zu den Zuständen vor dem 7. Oktober gewarnt. Liberman bezeichnete die Vielzahl der täglich in den Gazastreifen einfahrenden Lastwagen als direkten Beitrag zum militärischen Wiederaufbau der Hamas. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen sowie laut weiteren politischen Vertretern eignet sich die Terrororganisation schätzungsweise rund 80 Prozent der Hilfsgüter an. Diese würden anschließend verkauft, um weitere terroristische Aktivitäten und Operationen zu finanzieren. Am Grenzübergang Kerem Schalom nehmen daher die Proteste gegen die Hilfsgütertransporte seit Wochen zu.

LKWs ersetzen Geldkoffer und belasten israelische Steuerzahler

Liberman kritisierte scharf, die aktuellen massiven Hilfslieferungen hätten faktisch die früheren katarischen Geldkoffer ersetzt. Er wies darauf hin, dass derzeit deutlich mehr Lastwagen den Gazastreifen erreichen als vor dem Krieg. Während der tägliche Durchschnitt vor dem 7. Oktober bei etwa 200 Fahrzeugen gelegen habe, habe die erste Phase des Waffenstillstandsplans eine Quote von 600 Lastwagen pro Tag vorgesehen. Liberman sprach in diesem Zusammenhang von insgesamt 4.200 Lastwagen, die aus dem Budget des Verteidigungsministeriums finanziert worden seien und inzwischen die „Hauptfinanzquelle der Hamas“ darstellten. Das israelische Militär bestätigte die Aussagen Libermans und erklärte, dass nahezu alle Hilfsgüter, die über das Niveau von 200 Lastwagen pro Tag hinaus nach Gaza gelangen, von der Hamas beschlagnahmt würden.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die finanzielle Beteiligung Israels an den Hilfsmaßnahmen. Trotz Dementis aus dem Büro des Premierministers berichten informierte Quellen von der Genehmigung von über 700 Millionen Schekel (ca. 190 Millionen Euro) an Steuergeldern, die indirekt – unter anderem durch Kürzungen in zivilen Bereichen wie Bildung und Gesundheit – in den Gaza-Hilfsmechanismus geflossen seien.

Politischer Widerstand und Blockaden

Darüber hinaus stellt Israel weiterhin die Elektrizitäts- sowie Wasserversorgung für die Enklave sicher. Liberman bezeichnete dies als „Gipfel der Absurdität“, da die Hamas währenddessen ihren unterirdischen Raketenaufbau fortsetze.

Vor Ort protestieren seit Monaten Aktivisten der Organisation Tzav 9 sowie Abgeordnete der Opposition gegen die Hilfstransporte. Die Knessetabgeordneten Yulia Malinovsky und Sharon Nir beteiligen sich aktiv an Blockaden von Hilfstransporten. Sie betonten, der Wiederaufbau des Gazastreifens ohne eine vollständige Entwaffnung der Hamas sei ein „Rezept für die nächste Katastrophe“. Liberman forderte, den militärischen Druck aufrechtzuerhalten. Die Hamas verletze das Waffenstillstandsabkommen täglich und gefährde durch ihre Stärkung erneut die Sicherheit der israelischen Bevölkerung.

Titelbild: Der Knesset-Abgeordnete Avigdor Lieberman (Mitte), Vorsitzender der Partei Yisrael Beiteinu, steht zusammen mit Aktivisten der Organisation Tzav 9, die gegen die Lieferung humanitärer Hilfe in den Gazastreifen protestieren, da diese ihrer Ansicht nach letztlich die Hamas stärkt. 9. Februar 2026. Foto: Tsafrir Abayov/Flash90

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