
Trumps Abrechnung mit Europa: „Einbahnstraße“ NATO und das unerschütterliche Bündnis mit Israel
JERUSALEM, 18.03.2026 (NH) – In einer Reihe scharfer Erklärungen hat US-Präsident Donald Trump seinen massiven Unmut über die europäischen NATO-Verbündeten geäußert und zugleich Berichte über Spannungen mit Israel vehement als „Fake News“ zurückgewiesen. Während der Präsident den europäischen Partnern mangelnde Unterstützung im Konflikt mit dem Iran vorwirft, betont er, dass die Beziehungen zwischen Washington und Jerusalem einen historischen Höhepunkt erreicht hätten.
Eskalation der Worte: Trumps Wut auf die europäischen Verbündeten
US-Senator Lindsey Graham beschrieb die Stimmung im Weißen Haus als explosiv und erklärte, er habe den Präsidenten noch nie so wütend erlebt. Auslöser sei die Weigerung europäischer Staaten, sich aktiv an der Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu beteiligen. Trump bezeichnete das NATO-Bündnis in diesem Zusammenhang als „Einbahnstraße“, bei der die USA Hunderte Milliarden Dollar für den Schutz anderer Länder ausgäben, diese jedoch im Gegenzug in Krisenzeiten keine ausreichende Unterstützung leisteten. Besonders scharf kritisierte Trump die „Arroganz“ der Verbündeten, die so täten, als sei ein atomar bewaffneter Iran ausschließlich ein amerikanisches Problem. In einer Nachricht auf seiner Plattform Truth Social erklärte er zudem, die USA benötigten angesichts ihrer militärischen Erfolge – bei denen die iranische Marine und Luftwaffe weitgehend neutralisiert worden seien – die Hilfe der NATO-Staaten nicht mehr und wünschten sie auch nicht. Die Vereinigten Staaten seien die mächtigste Nation der Welt und müssten niemanden um Unterstützung bitten, so Trump.
„Fake News“: Die unzerbrechliche Allianz mit Jerusalem
Parallel zu seiner Kritik an Europa wies Trump Berichte über angebliche Spannungen zwischen Washington und Jerusalem entschieden zurück. In einem Interview mit dem israelischen Sender Channel 14 bezeichnete er entsprechende Meldungen als „Fake News der dritten Klasse“. Er unterstrich, das Verhältnis zwischen den USA und Israel sei „noch nie besser“ gewesen. Trump lobte dabei ausdrücklich die Rolle von Premierminister Benjamin Netanjahu und erklärte, Israel würde ohne dessen Führung heute möglicherweise nicht mehr existieren.
In Washington gilt das Bündnis derzeit als strategischer Anker, wobei Israel als „starker Partner“ in der Kampagne gegen den Iran fungiert. Die enge Abstimmung unterstreicht die Einschätzung, dass die Beziehungen zwischen den USA und Israel aktuell ein Rekordhoch erreicht haben – weit entfernt von den in einigen Medienberichten dargestellten Krisenszenarien.
Titelbild: US-Präsident Donald Trump nimmt am 13. Oktober 2025 an einer zu seinen Ehren abgehaltenen Sondersitzung der Knesset, des israelischen Parlaments in Jerusalem, teil. Foto: Yonatan Sindel/Flash90