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Schabbat-Duft: Traditionelle Rezepte zum Nachkochen (170): Ugat Crembo – Crembotörtchen

von Nadine Haim Gani

JERUSALEM, 17.04.2026 – Ein Dessert, das Schoko-Herzen höherschlagen lässt: cremig, intensiv schokoladig und unwiderstehlich zart. Der Ugat Crembo, ein traditionelles Schaumkuss-Törtchen, vereint einen saftigen Brownie-Boden aus Mandelmehl mit einer aromatischen Vanillecreme und einer glänzenden Schokoladenganache mit einem Hauch Kaffeegeschmack. Durch das Mandelmehl ist der Kuchen glutenfrei und damit eine perfekte Alternative zu herkömmlichem Mehl.

Besonders passend ist das Küchlein, das übrigens eines der Lieblingsdesserts meines Jüngsten ist, für Pessach – das Fest des Auszugs aus Ägypten, bei dem Chametz (kurz gesagt „Gesäuertes“) nicht verzehrt werden darf. So verbindet dieser Kuchen Tradition mit Genuss und eignet sich ideal für Gäste, Familienfeiern oder einfach als süßer Höhepunkt zum Schabbat bzw. Pessachfest. Wir garantieren: Der Ugat-Crembo lässt nicht nur die Herzen der Minis höherschlagen! Also, los geht’s mit einem der beliebtesten Kuchen der israelischen Küche.

  • Kochzeit: ca. 45 Minuten plus mindestens 2 Stunden Kühlzeit
  • Portionen: 1 Kuchen á 24cm
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
Heute backen wir einen ganz besonderen Kuchen: den sogenannten Crembo-Kuchen. „Crembo“ bedeutet so viel wie „Schaumkuss“ – und genau daran erinnert auch sein Aussehen.

Zutaten:

Für den Schokoladenboden (Schritt 1):

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 150 g Butter
  • 1/2 Teelöffel Salz
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier
  • 100 g Mandelmehl

Für die Vanillecreme (Schritt 2):

  • 225 g Frischkäse (16 % oder nach Geschmack)
  • 500 ml Schlagsahne 38 %
  • 60 ml Milch
  • 80 gr Instantpuddingpulver Vanille
  • 2 Esslöffel Zucker

Für den Schokoladenguss (Schritt 3):

  • 100 g dunkle Schokolade, in Würfel geschnitten
  • 120 ml Schlagsahne (38 %)
  • 1 TL Instantkaffeepulver
Mit seiner luftigen, schaumigen Haube ist dieser Kuchen eine Hommage an die weltweit beliebte Süßigkeit, weshalb er auf keinem Pessachtisch fehlen darf.

Zubereitung:

Und so geht’s: Zuerst wird der Brownie-Boden zubereitet (Schritt 1):

Den Ofen auf 170 °C Umluft vorheizen. Eine Backform (22–24 cm Durchmesser) einfetten und mit Backpapier auslegen. Bei einer Springform empfiehlt es sich, zusätzlich einen Streifen Backpapier am Rand anzubringen.

Schokolade und Butter in eine mikrowellengeeignete Schüssel geben und in 30-Sekunden-Intervallen schmelzen, etwa viermal, zwischendurch umrühren, damit die Schokolade nicht anbrennt. Rühren, bis eine glatte, gleichmäßige Masse entsteht. Die Schokolade in eine Rührschüssel geben, Zucker und Salz hinzufügen und gut verrühren. Eier nacheinander unterrühren, jeweils vollständig einarbeiten, bevor das nächste Ei hinzugefügt wird. Zum Schluss das Mandelmehl unterheben, bis der Teig homogen ist.

Im Handumdrehen ist unser „Mehlloser“ Teig fertig angerührt und landet auch schon in der Backform. Jetzt heißt es: ab in den Ofen – und die Vorfreude kann beginnen!

Den Teig in die vorbereitete Form füllen und 25–30 Minuten backen, bis der Brownie fest ist und beim Bewegen der Form nicht mehr wackelt. Anschließend etwa 30 Minuten im Kühlschrank abkühlen lassen.

Als Nächstes machen wir uns an die Vanillecreme (Schritt 2):

Den Frischkäse in eine Rührschüssel geben und mit dem Schneebesenaufsatz eines Mixers kurz cremig schlagen. Sahne, Milch (wir haben zu Milch mit Vanillegeschmack gegriffen), Instantpuddingpulver und Zucker hinzufügen und alles zusammen aufschlagen, bis eine stabile, cremige Masse entsteht – fest, aber noch geschmeidig.

Während der Kuchenboden im Ofen backt, bereiten wir bereits die Sahnecreme zu und stellen sie kalt. Sobald der Brownieboden vollständig ausgekühlt ist, geht es weiter.

Die Vanillecreme auf dem abgekühlten Brownie-Boden verteilen und mit einer Palette oder einem Löffel gleichmäßig glatt streichen.

Der Kuchen ist vollständig abgekühlt und wird nun gleichmäßig mit der Vanillecreme bestrichen.
Unser Crembo-Dessert darf nun im Eisfach fest werden, bevor wir es mit einer Schokoladenganache verfeinern.

Den Kuchen anschließend 2 bis 6 Stunden im Gefrierschrank kühlen. Durch das Anfrieren wird die Oberfläche stabil, sodass sich die Ganache später gleichmäßig verteilen lässt und sich nicht mit der Vanillecreme vermischt.

Als Letztes geht es an den Schokoladenganache (Schritt 3):

Die Schokolade in eine Schüssel geben.

Die Sahne in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze bis kurz vor dem Kochen erhitzen und das Instantkaffeepulver darin auflösen.

Die Schokoladenganache steht schon bereit und wartet nur darauf, unseren Kuchen zu veredeln.

Die heiße Sahne über die Schokolade gießen und etwa eine Minute stehen lassen. Danach alles gut verrühren, bis eine glatte, glänzende Ganache entsteht.

Die Ganache leicht abkühlen lassen, sodass sie warm, aber nicht mehr heiß ist. Anschließend über den gut gekühlten Kuchen gießen und sofort mit einer Palette glatt streichen.

Unser Crembokuchen ist fertig! Für den perfekten Anschnitt darf er jetzt noch etwa 30 Minuten ins Eisfach – danach heißt es: anschneiden und genießen.

Falls der Kuchen gefroren ist, sollte er etwa drei Stunden vor dem Servieren in den Kühlschrank gestellt werden, damit er langsam auftauen kann.

Mit einem heißen, scharfen Messer schneiden wir unser Törtchen vorsichtig an – so gelingt ein perfekter, sauberer Anschnitt.

Gut abgedeckt lässt sich der Kuchen bis zu zwei Wochen im Gefrierschrank aufbewahren.

Was für ein herrliches Häppchen: saftiger Brownieboden trifft auf zarte Vanillecreme mit einem feinen Hauch Kaffeegeschmack – eine perfekt abgestimmte Kombination!

TIPP 1: Der Brownie-Boden kann mit gehackten Haselnüssen oder Mandeln verfeinert werden, um noch mehr Textur und Aroma zu erhalten.

TIPP 2: Die Vanillecreme lässt sich durch eine leichte Mascarpone-Sahne-Creme ersetzen, was dem Kuchen eine noch cremigere Konsistenz verleiht.

TIPP 3: Die Schokoladenganache kann mit einer Prise Zimt oder etwas Orangenschale aromatisiert werden, um ein feines, würziges Aroma zu erzielen.

TIPP 4: Für Pessach kann der Kuchen zusätzlich mit getrockneten Datteln oder Feigen dekoriert werden, was ihn besonders festlich macht.

Wir wünschen unseren Lesern ein herzliches Schabbat Schalom und Bete-avon!

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