
„Global Intifada“ veröffentlicht Sabotage-Karte von Firmen, Häfen und Schiffsrouten, die mit Israel in Zusammenhang gebracht werden
JERUSALEM 02.06.2026 (LS) – Eine pro-palästinensische Aktivistenbewegung namens „Global Intifada“ hat eine interaktive Karte veröffentlicht, mit deren Hilfe sie offen zu Sabotage, Vandalismus und direkten Aktionen gegen israelbezogene Unternehmen und Einrichtungen aufruft. Sicherheitsexperten und jüdische Organisationen schlagen Alarm: Die Karte ist eine Anleitung zum Terrorismus.
Alles kartiert – Fabriken, Häfen und Routen
Die sogenannte „Genocide Supply Chain“-Karte der „Global Intifada“ markiert Fabriken, Häfen, Schifffahrtsrouten und Rüstungsunternehmen, die die angeblich mit der Versorgung Israels in Verbindung stehen. Die Kampagne ruft Hafenarbeiter zum Verweigern von Lieferungen und Aktivisten zum Bilden von Streikposten auf. Zudem schlägt sie vor, sich Gruppen wie „Palestine Action“ anzuschließen, um „direkte Aktionen“ gegen Hersteller durchzuführen, was regelmäßig Vandalismus und Sabotageakte umfasst.
Neben Israel-bezogenen Einrichtungen geraten dabei auch westliche Rüstungsfirmen ohne direkten Israel-Bezug ins Visier. Ein Instagram-Post wirbt für die Kampagne im Stil von „Palestine Action“: „Die Fabriken, Lastwagen, Häfen und Flughäfen, die diese Gewalt möglich machen – sie existieren dort, wo du lebst. Genauso wie die Kapazität zu handeln.“
Auf der Webseite der Bewegung heißt es unmissverständlich: „Waffen bewegen sich durch Fabriken, Lastwagen, Häfen, Flughäfen und Frachträume – vom Hersteller zum Zielort. F-35-Komponenten. Artilleriegranaten. Materialien für Siedlungen. Wir sammeln, was unzählige Journalisten, Aktivisten, Hafenarbeiter und Forscher aufgedeckt haben, damit die Wege klar werden.“
Vom Slogan zur Tat – eine Eskalationsspirale
Die Bewegung steht im direkten Zusammenhang mit der breiteren „Globalize the Intifada“-Bewegung, deren Slogan seit Jahren in westlichen Städten auf Demonstrationen gerufen wird. Was als Randphänomen begann, ist längst in der Mitte westlicher Aktivistenbewegungen angekommen. In 2025 und auch in diesem Jahr wurde die Intifada in der Praxis globalisiert: Juden wurden auf Universitätsgeländen belästigt, in Synagogen umzingelt, als Feinde kartiert und bei öffentlichen religiösen Veranstaltungen angegriffen.
Die Verwendung des Begriffs „Intifada“ ist nicht zufällig: Er verweist auf zwei historische palästinensische Aufstandsperioden, die durch gezielte Gewalt gegen Zivilisten geprägt waren.
„Global Intifada“ steht den Gruppen der Gaza-Flottillen nahe und arbeitet mit ihnen bei Instagram-Beiträgen für ihren noch jungen Social-Media-Account zusammen. Sie stellt zudem Listen von Organisationen bereit, die an den Gaza-Flottillen beteiligt sind, um ihre Anhänger zu informieren.
Titelbild: Pro-Palästina-Demonstranten skandieren Anti-Israel-Parolen auf dem Times Square in New York. Foto: Amir Levy/Flash90