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Mutter aus Samaria berichtet von „Wunder“ nach iranischem Raketeneinschlag

JERUSALEM, 09.06.2026 (DR) – Die Bewohnerin einer Ortschaft in Samaria schildert, wie ihre Familie den Einschlag einer iranischen ballistischen Rakete überlebte. Menschen wurden nicht verletzt, mehrere Häuser in der Nachbarschaft jedoch schwer beschädigt.

„Wir begreifen es immer noch nicht ganz“

Reut Ben-Gigi sprach am Montag mit Arutz Sheva über die Stunden nach dem Einschlag. „Wir sind noch immer dabei, es zu verarbeiten. Wir sind dankbar für die Wunder. Für uns gibt es keine andere Erklärung dafür, dass hier alle unverletzt davongekommen sind“, berichtete sie.

Die Sirenen hatte gegen sieben Uhr morgens geheult. Ben-Gigi und ihr Mann nahmen ihre Kinder und liefen zum einzigen Schutzraum der Ortschaft. Es handelt sich um eine mobile Schutzkabine für rund 40 Familien. „Buchstäblich einen Moment bevor wir hineingingen, gab es eine gewaltige Explosion. So eine, die einen von den Füßen reißt. Man steht wieder auf und läuft weiter, weil man sich und die Kinder schützen muss.“

Zunächst habe die Familie nicht verstanden, was genau geschehen war. Klar war nur: Der Einschlag war nah. Erst als weitere Bewohner eintrafen, wurde das Ausmaß sichtbar. Sie berichteten von schweren Schäden an ihren Häusern.

Mobile Schutzkabine reicht nicht aus

In Ben-Gigis eigenem Haus seien Bücher und Regale heruntergefallen. Andere Familien traf es deutlich härter. „Wir haben Nachbarn, deren Häuser zerstört wurden. Viele von uns leben in mobilen Wohneinheiten und einfachen Fertighäusern. Das sind keine massiven Gebäude. Die Schäden sind groß“, führte sie aus.

Der vorhandene öffentliche Schutzraum biete keinen ausreichenden Schutz, warnte Ben-Gigi. Die mobile Schutzkabine sei erst vor Kurzem aufgestellt worden. Für eine größere Ortschaft auf einem Hügel reiche das jedoch nicht aus. Einige Bewohner hätten sie nicht rechtzeitig erreichen können, weil der Weg zu weit sei.

„Das ist keine befriedigende oder ausreichende Lösung, um Kinder und Familien zu schützen. Es ist sehr beängstigend“, betonte sie.

„Wir müssen mit voller Kraft zurückschlagen“

Auch zur Frage nach einem möglichen Ende der Angriffe auf den Iran äußerte sich Ben-Gigi. US-Präsident Donald Trump hatte Israel dazu aufgerufen, die Angriffe einzustellen. Ben-Gigi widersprach deutlich: „Jetzt ist nicht der Moment, nachzulassen. Wir müssen mit voller Kraft zurückschlagen, damit sie verstehen, dass man sich nicht mit uns anlegt.“

Der Preis sei hoch: kein normaler Alltag, Unsicherheit für die Kinder und ein Leben im Ausnahmezustand. Doch wenn Israel dadurch einen entscheidenden Sieg erringen könne, sei sie bereit, diesen Preis zu tragen.

Titelbild: Beispielbild eines mobilen Schutzraums in Ramat Gan, Mai 2024. Foto: Chenspec/Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

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