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Netanjahu: „Der Kampf ist nicht vorbei“ – Israel stoppt Angriffe auf Iran vorerst, behält sich Reaktion vor

JERUSALEM 09.06.2026 (LS) – Premierminister Benjamin Netanjahu hat sich am Montagabend in einer Videobotschaft an die Nation gewandt. Zuvor war bekanntgegeben worden, dass Israel und der Iran ihre gegenseitigen Angriffe auf Druck von US-Präsident Donald Trump einstellen werden. In seiner Botschaft stellte Netanjahu klar: Weder der Iran noch die Hisbollah werden Israel ein neues Sicherheitsparadigma aufzwingen.

Feuer eingedämmt – Kampf nicht vorbei

Der Premierminister erklärte in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme nach den erneuten Militärschlägen gegen den Iran, Israel werde die Angriffe auf das iranische Regime „vorerst“ einstellen – betonte aber, der Kampf gegen Teheran und die Hisbollah sei nicht beendet und Israel werde weiterhin auf jeden Angriff auf sein Territorium reagieren.

„In den letzten 24 Stunden haben der Iran und die Hisbollah versucht, uns eine neue Gleichung aufzuzwingen, die meiner Meinung nach unerträglich und inakzeptabel ist. Dass sie von libanesischem Gebiet aus auf Israel schießen – und wir nicht handeln. Das wird nicht passieren, nicht solange ich das Sagen habe“, erklärte Netanjahu. „Unsere Soldaten zerstören die Hisbollah. Wir zerstören weiterhin ihre gesamte Infrastruktur in der Sicherheitszone, einschließlich des Beaufort-Kamms.“

Dem Premierminister zufolge „ist das Feuer an der iranischen Front derzeit eingedämmt, denn nachdem wir das Terrorregime in Teheran angegriffen hatten, hat es aufgehört, uns anzugreifen. Sollte es wieder Angriffe auf uns starten – werden wir mit Gewalt reagieren.“ Er fügte hinzu: „Der Iran und die Hisbollah sind schwächer denn je und wir sind stärker – aber der Kampf ist noch nicht vorbei“.

„Israel hat das volle Recht, sich zu verteidigen – und wird dieses Recht so weit wie nötig nutzen“, so Netanjahu. „Ich sage dies auch mit Respekt und Wertschätzung gegenüber meinem Freund Präsident Trump.“ Er stehe mit dem US-Präsidenten in Kontakt. „Ich habe Trump gesagt: ‚Gemeinsam werden wir dem Norden Sicherheit bringen.‘“

Kein neues Sicherheitsparadigma – Dahiye bleibt Zielscheibe

Verteidigungsminister Katz betonte seinerseits: „Wir lehnen Irans Drohungen kategorisch ab. Jeder Versuch des Iran, über seine Verbindungen zur Hisbollah ein neues Sicherheitsparadigma für Israel zu etablieren, wird scheitern.“

Israel werde Dahiye weiter angreifen, solange die Hisbollah israelische Nordgemeinden beschieße. „Das Schicksal von Dahiye in Beirut ist dasselbe wie das Schicksal der Gemeinden im Norden. Jeder Angriff auf die Gemeinden im Norden wird zu einem Angriff auf Dahiye führen. Die IDF wird ihre Operationen im Libanon gegen die Terrororganisation Hisbollah fortsetzen.“

Seine Äußerungen folgten auf Drohungen des iranischen Kommandos „Khatam al-Anbiya“, das für die Koordination zwischen der iranischen Armee und dem Korps der Islamischen Revolutionsgarden zuständig ist. Dieses hatte zuvor das Ende der Militäroperation gegen Israel verkündet, gleichzeitig jedoch erklärt, anhaltende israelische Angriffe im Libanon könnten zu einer weiteren Reaktion des Iran führen.

Titelbild: Premierminister Benjamin Netanjahu in der Knesset. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

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