
Israel genehmigt 1,3-Milliarden-Shekel-Plan für Judäa und Samaria: „Wir bauen – während andere zerstören wollen“
JERUSALEM 16.07.2026 (LS) – Das israelische Kabinett hat einen 1,3 Milliarden Schekel (rund 434 Millionen Euro) schweren Plan zur Errichtung und Entwicklung Dutzender jüdischer Gemeinden in Judäa und dem sogenannten Westjordanland – dem historischen Judäa und Samaria – genehmigt. Finanzminister Bezalel Smotrich verkündete die Entscheidung auf X mit den Worten: „Während Eisenkot und Yair Golan planen zu zerstören, bauen wir immer mehr.“
Pionierviertel, Fertighäuser, neue Gemeinden
Laut dem Kabinettsbeschluss, der am 14. Juni gefasst und diese Woche erstmals von Channel 12 veröffentlicht wurde, finanziert die Regierung eine rasche Erstbebauung aus Fertighäusern – mit bis zu 15 Wohnhäusern und zwei öffentlichen Gebäuden pro Standort. Das Siedlungs- und Nationalaufgabenministerium sowie das Bau- und Wohnungsministerium leiten das Programm unter Aufsicht eines Lenkungsausschusses hochrangiger Regierungsbeamter.
Das Finanzierungspaket setzt einen Kabinettsbeschluss vom März um, der Dutzende neue Gemeinden in Samaria, der Region Binyamin, dem Jordantal, Gush Etzion und dem Toten-Meer-Gebiet genehmigt hatte. Parallel wurde ein weiterer Kabinettsbeschluss verabschiedet, der eine neue jüdische Gemeinde nahe Sa-Nur im nördlichen Samaria genehmigt.
„Eine historische Revolution“
Smotrich sprach von einer „historischen Revolution in Judäa und Samaria“: „104 Gemeinden und mehr als 160 Farmen, die als Schutzschild für Ra’anana, Tel Aviv, Givatayim, Jerusalem und den gesamten Staat Israel dienen werden.“ Er betonte, damit werde die Errichtung eines Terrorstaates im Herzen Israels verhindert.
Siedlungsministerin Orit Strock ist der Meinung, man solle jüdische Gemeinden im gesamten Judäa und Samaria zu errichten – auch in den unter PA-Verwaltung stehenden Gebieten A und B, da diese zum biblischen Israel gehören. Das Oslo-II-Abkommen von 1995 unterteilte die umstrittenen Gebiete in drei Zonen: A, B und C. Zone C untersteht der israelischen Gerichtsbarkeit, während die Zonen A und B von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliert werden. Die geplanten neuen Gemeinden befinden sich in der von Israel kontrollierten Zone C.
Netanjahus Regierung hat seit Amtsantritt einen beispiellosen Ausbau der israelischen Präsenz in Judäa und Samaria vorangetrieben – mit Tausenden genehmigten Wohneinheiten und Dutzenden neuer Gemeinden. Seit 2023 wurden laut einem aktuellen Bericht 102 neue Siedlungen errichtet und Wohnraum für 200.000 Einwohner genehmigt.
Titelbild: Bagger arbeiten in der Siedlung Sa-Nur in Samaria, 18. März 2026. Foto: Nasser Ishtayeh/Flash90