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Gewalt in Samaria nach Angriff auf israelische Jugendliche

JERUSALEM, 04.10.2026 (DR) – Ein Angriff auf israelische Jugendliche nahe dem palästinensischen Dorf Yasuf in Samaria hat am Donnerstag einen Einsatz der israelischen Armee (IDF) ausgelöst. Nach Polizeiangaben warfen Dutzende Palästinenser Steine auf Israelis und verletzten einen Minderjährigen leicht. Im Verlauf der Zusammenstöße starb auch ein 51-jähriger Palästinenser. Über den Ablauf und die Verantwortung für seinen Tod liegen unterschiedliche Darstellungen vor.

Polizei prüft mutmaßlichen Entführungsversuch

Eine Gruppe israelischer Jugendlicher war zu einer Quelle zwischen dem israelischen Dorf Kfar Tapuach und dem palästinensischen Dorf Yasuf gegangen. Dort griffen nach Polizeiangaben Palästinenser die Jugendlichen mit Steinen an. Die Polizei untersucht den Vorwurf, Angreifer hätten versucht, einen Jugendlichen in Richtung Yasuf zu zerren. Nach einem Bericht von Walla habe er sich befreit und sei zu einem örtlichen Sicherheitskoordinator entkommen, der seine medizinische Versorgung veranlasste.

Die am Ort der Auseinandersetzung eingetroffenen Soldaten wurden nach Darstellung der Armee auch mit Steinen beworfen. Die IDF erklärten, sie hätten auf die Steinewerfer geschossen. Nach dem Bericht von Walla flohen die palästinensischen Angreifer anschließend nach Yasuf. Israelis folgten ihnen ins Dorf. Der öffentlich-rechtliche israelische Sender Kan berichtete, Soldaten hätten dort Israelis entfernt, die Steine auf Bewohner geworfen hätten. Ob diese zur zuvor angegriffenen Jugendgruppe gehörten, bleibt offen.

Tödlicher Schuss bislang nicht eindeutig zugeordnet

Der örtliche Gemeinderatsvorsitzende Jumaa Abdel Fattah berichtete AFP von einem Angriff bewaffneter Siedler aus Richtung des Außenpostens Havat Anton. Gegenüber Reuters erklärte er, Siedler hätten den 51-jährigen Mashhour Yassin neben dessen Haus erschossen.

Die IDF bestätigten, dass ihre Soldaten auf Steinewerfer geschossen hatten. Ob auch Siedler schossen und wer Yassin im Endeffekt erschoss, ist bislang ungeklärt.

Weitere Vorfälle in Judäa und Samaria

Auch andernorts kam es zu Gewalt. Bei Kobar starb am Freitag ein 19-jähriger Palästinenser. Palästinensische Behörden machen Siedler für seinen Tod verantwortlich. Die IDF bestreiten, dort geschossen zu haben. Die Polizei untersucht den Vorfall.

Bei Beita griffen Soldaten am Samstag in Auseinandersetzungen um die Olivenernte ein. Für die diesjährige Ernte hat die Armee nach einem Bericht von Israel Hayom den Zugang zu als Staatsland eingestuften Flächen untersagt. Damit will sie Zusammenstöße und Angriffe auf Israelis verhindern, wie sie in früheren Erntezeiten vorkamen. Auf privaten palästinensischen Grundstücken gelten weiterhin die bisherigen Sicherheitsabsprachen.

Im nahe gelegenen Osarin bestätigten die IDF einen Angriff israelischer Randalierer auf Palästinenser und deren Eigentum. Die Soldaten stellten Sachschäden fest, die Verdächtigen waren jedoch bereits geflohen. Die Polizei nahm Ermittlungen auf.

Titelbild: Palästinensische Randalierer werfen in Samaria Steine auf Israelis, Archivbild. Foto: Tzuriel Cohen-Arazi/TPS-IL

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