
Spezialeinheiten berichten über Noa Argamanis Rettung – Noas Vater: „Ich glaube nicht, dass die Hamas einen Deal will.“
JERUSALEM 16.06.2024 (LS) – Die israelische Polizei hat ein Video veröffentlicht, dass die Rettung der ehemaligen Geisel Noa Argamani durch die Eliteeinheit YAMAM zeigt.
Die israelischen Spezialkräfte standen unter schwerem Beschuss, als sie in die Häuser eindrangen, in denen Noa Argamani und die anderen Geiseln untergebracht waren.
„In dem Moment, als wir in die Wohnung eindrangen, in der Noa festgehalten wurde, trafen wir dort auf drei Terroristen, die wir schnell neutralisierten und innerhalb von Sekunden erreichten wir Noas Zimmer“, beschrieb ein Yamam-Kämpfer die Rettungsaktion in einem Interview mit Walla.
„Die ersten beiden Kämpfer, die ankamen, sagten zu ihr: ‚Noa, wir sind gekommen, um dich zu retten, wir sind gekommen, um dich nach Hause zu bringen.‘ Sie war geschockt, sie konnte nicht begreifen oder glauben, was da geschah.“

„Einer der Kämpfer trug sie auf seinem Rücken“, erzählt A. weiter von der Rettungsaktion. „Sie war barfuß. Wir umringten sie mit Kämpfern und verließen die Wohnung so schnell wie möglich, nachdem wir uns vergewissert hatten, dass sie frei von Terroristen war.“
„Ihre erste Frage war, ob ihre Mutter noch am Leben sei. Ich sagte ja. Sie schaute uns nach rechts und links an und fragte erneut, ob wir sicher seien. Wir bejahten und sagten: ‚Wir sind gekommen, um dich zu deiner Mutter zurückzubringen.'“

„Ein ergreifender Moment“
Yaakov Argamani, der Vater der geretteten Geisel Noa Argamani, erklärte, er „wusste“, dass seine Tochter zurückkehren wird, obwohl er glaubt, dass „die Hamas keinen Deal will“, wie der Nachrichtensender N24 berichtete.
Er erzählte von dem Moment, als er erfuhr, dass seine Tochter aus der Gefangenschaft im Gazastreifen gerettet worden war: „Es war ein ergreifender Moment.“
„Ich fragte mich, ob das wirklich wahr ist. Ich dachte, ich werde gleich aus einem Traum aufwachen. Bevor sie mich informierten, hatte ich mir gewünscht, dass Noa zurückkehren wird, dass ihre Mutter sie wenigstens noch einmal sehen wird“.
„Leute haben mich immer gefragt, woher ich die Kraft nehme. Ich glaube nicht, dass die Hamas einen Deal machen will, aber das überlassen wir unseren Politikern. Ich bin immer in die Synagoge gegangen und habe gesagt: Mit Gottes Hilfe wird alles gut“, so Argamani weiter.
Lange Vorbereitung
Israel erhielt bereits im Mai Informationen über den Aufenthaltsort der vier Geiseln im Herzen von Nuseirat, und von diesem Tag an konzentrierte sich der israelische Geheimdienst auf das Gebiet, um ihren genauen Aufenthaltsort zu ermitteln.

Schließlich durchstreifte ein Team von verdeckten Ermittlern den Markt; ihre Aufgabe bestand darin, Informationen aus Verhören von gefangenen Terroristen abzugleichen. Zusätzlich wurden Informationen durch Luftüberwachung und andere technische Mittel gesammelt. Nach 19 Tagen intensiver Arbeit gelang es den vereinten Einheiten, genaue Informationen über den Aufenthaltsort der Geiseln zu sammeln und sie schließlich zu befreien.
Titelbild: Wenige Stunden nach ihrer Rettung aus der Gefangenschaft der Hamas in Gaza kommt Noa Argamani im Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv an, um ihre Mutter Liora, die Krebs im Endstadium hat, zu sehen. Foto: Ichilov-Krankenhaus