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Hamas rekrutiert Jugendliche in Khan Yunis, um dort die Kontrolle wiederzuerlangen

JERUSALEM 24.06.2024 (LS) – Die Hamas versucht, die Kontrolle über Khan Yunis wiederzuerlangen und rekrutiert neue Kämpfer aus Jugendlichen im Alter von 18 Jahren sowohl im Süden als auch im Norden des Gazastreifens.

Nachdem die israelischen Streitkräfte (IDF) Khan Yunis verlassen hatten, begannen dort neue Rekrutierungsmaßnahmen der Terrorgruppe.

Ersetzen der getöteten Terroristen

Die Terrorgruppe aus dem Gazastreifen hält jetzt neue Ausbildungslager für ihre neuen Rekruten ab, um die 14.000 bis 16.000 von den israelischen Streitkräften getöteten Kämpfer, die etwa gleich große Zahl der Verwundeten und die rund 4.000 Festgenommenen zu ersetzen, von denen allerdings eine unbekannte Zahl wieder freigelassen wurde.

Man geht davon aus, dass die Hamas auch ohne Verstärkung noch etwa 5.000 bis 10.000 Kämpfer aus der Vorkriegszeit hat, obwohl sie in den letzten Monaten oft verstreut und in viel kleineren Zellen operiert hat, anstatt in organisierten Bataillonen mit Tausenden von Bodentruppen gemeinsam zu agieren.

Die IDF wies den Verdacht jedoch zurück, dass die Hamas im Begriff ist, ihre Bataillone in Khan Yunis neu aufzustellen.

Zurück nach Khan Yunis?

Sobald die israelische Armee einen Ort verlässt, kommt die Hamas zurück und versucht, ihre Kapazitäten dort wiederaufzubauen. In Orten wie Khan Yunis zu bleiben und vor einer erneuten Übernahme der Hamas zu schützen, ist für die israelischen Soldaten sehr gefährlich, da sie dort einfache Ziele für Terroristen sind.

Weder die IDF noch andere Quellen aus dem Verteidigungsbereich wissen, wann die IDF eine zweite Invasion in Khan Yunis einleiten könnte, wie sie es in vielen Teilen des nördlichen Gazastreifens getan hat, z. B. im Shifa-Krankenhaus und in Jabalia – in Fällen, in denen Israel glaubte, dass die Reorganisationsbemühungen der Hamas zu weit fortgeschritten waren.

In der Zwischenzeit erklärten IDF-Quellen, selbst wenn sie sich in Khan Yunis mit Verstärkung versammelt, stelle die Hamas nicht annähernd dieselbe Bedrohung wie vor dem ersten Einmarsch der IDF in Khan Yunis im Dezember dar.

Jede neue Hamas-Truppe verfügt nicht mehr über ihre strategischen Tunnel, Produktionsstätten für Waffen wie Raketen, improvisierte Sprengstoffe und Drohnen. Es fehlt Hamas zudem an talentierten und erfahrenen Kommandeuren (da viele getötet wurden) und an Basen für Kommunikation, Nachrichtendienst und die Koordinierung von Operationen.

Titelbild: Diese Kinder in Gaza und viele weitere werden zu Terroristen ausgebildet. Foto: Hassan Jedi/Flash90

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