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Griechenland: Pro-palästinensischer Mob hindert hunderte israelische Touristen daran, Kreuzfahrtschiff zu verlassen

JERUSALEM, 23.07.2025 (NH) – Hunderte israelische Touristen, die im Rahmen einer Urlaubskreuzfahrt der Reederei „Mano Shipping“ in Ermoupoli auf der griechischen Insel Syros angekommen waren, wurden von wütenden, pro-palästinensischen Demonstranten empfangen. Der tobende Mob, der gegen den „Völkermord in Gaza“ protestierte, hinderte die israelischen Schiffsreisenden am Aussteigen. Die Touristen mussten stundenlang an Bord ausharren. Zwar stand das israelische Außenministerium bezüglich des Übersee-Eklats in engem Kontakt mit den griechischen Behörden, dennoch musste das Touristenschiff nach dem besorgniserregenden Vorfall im Hafen von Limassol in Zypern anlegen. Die Ereignisse verstärken das Gefühl der Unsicherheit im Ausland ein weiteres Mal.

Hass mit Liedern und Fahnen entgegentreten

Laut lokalen Medienberichten wurden am Hafen von Ermoupoli etwa 300 der insgesamt 11.000 Einwohner gesichtet, die „gegen den Völkermord und die Kriegsverbrechen in Gaza“ protestierten. Aus Sicherheitsgründen wurde daraufhin beschlossen, keinen der 1.600 israelischen Touristen, darunter 400 Kinder, von Bord zu lassen.

Einige israelische Passagiere reagierten auf die Urlaubsblockade, indem sie auf Deck hebräische Lieder sangen und dabei israelische Flaggen schwenkten. Der „freudige” Gegenprotest wurde von einem der Passagiere später in den israelischen Nachrichten auf Channel 12 wie folgt kommentiert: „Wir Israelis sorgen eben dafür, die Stimmung trotz alledem aufzuhellen.” Doch auch einige besorgte Stimmen wurden laut. Ein Urlauber berichtete dem israelischen Nachrichtensender: „Als wir näherkamen, sahen wir, dass Hunderte von Menschen auf uns warteten. Wir haben kleine Kinder und es ist wirklich unangenehm. Die Kleinen haben Angst und stellen viele Fragen“, so der besorgte Vater. „An Bord laufen bewaffnete Polizisten umher. Es ist ein beängstigendes und ungewöhnliches Ereignis, mit dem wir wirklich nicht gerechnet haben.“ Augenzeugenberichten zufolge habe die griechische Polizei jedoch mehr als zwei Stunden gebraucht, um am Tatort einzutreffen.

Auf die israelischen Touristen warteten etwa 300 antiisraelische Protestler. Foto: Privat

Anlegen am Zielhafen war nicht möglich

Im Heiligen Land beobachtete man die Situation aufmerksam. In einer Erklärung hieß es: „Die israelische Botschaft in Griechenland steht bezüglich des Schiffes in Kontakt mit den Behörden und verfolgt die Angelegenheit.“ Auch Außenminister Gideon Sa’ar sprach mit seinem griechischen Amtskollegen Yorgos Yerafpatritis und bat ihn um eine Intervention, um ein sicheres Anlegen zu gewährleisten.

Die Israelis warteten einige Stunden an Bord des Kreuzfahrtschiffes und hofften, die Behörden könnten die Ordnung wiederherstellen – jedoch erfolglos. Schließlich wurde das israelische Urlaubsschiff gezwungen, den Hafen von Limassol auf Zypern anzusteuern. Neben der griechischen Botschafterin in Israel, Mia Solomo, die versprach, dafür zu sorgen, dass sich ein solches Geschehen nicht wiederholt, erhielt die Reederei „Mano Shipping“ am Nachmittag Anrufe verschiedener hochrangiger Persönlichkeiten der Insel Syros, die ihr Bedauern über die Unannehmlichkeiten zum Ausdruck brachten.

Aufgrund von Sicherheitsbedenken war ein Anlegen im Zielhafen nicht möglich. Foto: Privat

Nicht der erste Übersee-Eklat

Bei dem antiisraelischen Vorfall handelt es sich nicht um das erste Drama auf See. Bereits vor etwa einer Woche versuchten anti-israelische Demonstranten, das Entladen eines mutmaßlich mit militärischer Ausrüstung beladenen Schiffes im Hafen von Piräus zu blockieren, das auf dem Weg nach Israel war.

Der Protest wurde vom Containerarbeiterkomitee (ENEDEP) angeführt und von Mitgliedern der linkskommunistischen Partei KKE unterstützt. Der Vorsitzende des Komitees, Marcus Karis, hatte erklärt, dass sich seine Mitarbeiter nicht an der Entladung von „Fracht im Zusammenhang mit militärischen Operationen” beteiligen würden. „Wir können nicht zulassen, dass der Hafen zu einem logistischen Außenposten für den Umschlag von Kriegsgerät wird”, so Karis. „Unser Ziel ist es, die Entladung der Fracht zu verhindern.“

Titelbild: Ein Kreuzfahrtschiff legt im Hafen der südisraelischen Stadt Ashdod an. Foto: Moshe Shai/Flash90

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